Samstag, 16. Februar 2019

Filament Test: PET-G von Devildesign


PET-G was ist das?

Polyethylenterephthalat (Kurzzeichen PET) ist ein durch Polykondensation hergestellter thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. PET hat vielfältige Einsatzbereiche und wird unter anderem zur Herstellung von Kunststoffflaschen (PET-Flaschen), Folien und Textilfasern verwendet.
PETG (oder PET-G) ist ein mit Glycol modifiziertes PET, welches sich durch seine wässrigen Eigenschaften (Viskosität) auszeichnet. Anwendungen finden sich im Spritzguss und im FDM-3D-Druck.(Wikipedia)
PET gilt als lebensmittelecht. Das bedeutet, das es sehr widerstandfähig gegenüber, Laugen,Säuren und Fetten ist und keine schädlichen Mengen an Inhaltsstoffen auf Lebensmittel übergehen. Man könnte also Geschirr oder eben alles was in Kontakt mit Lebensmitteln kommt aus PET herstellen. Trinkflaschen bestehen daher ja auch häufig aus PET. Inwieweit das auch für PET-G gilt kann ich aber leider nicht sagen. Eigentlich ist das zugesetzte Glykol (Frostschutzmittel für das Auto, manchmal auch in gepanschtem Wein als Süße zu finden), nicht unbedingt vertrauenerweckend. Zudem ist es die Frage inwieweit die Additive (Farbpigmente) genießbar oder unlöslich sind. Aber was soll´s: Wir laufen ja auch mit Quecksilber im Mund herum (Amalgan) und machen uns da keine großen Sorgen. Bevor man PET-G jedoch für Anwendungen benutzt, die Lebensmittelechtheit erfordern, sollte man diesen Punkt zunächst einmal klären.
PET-G hat in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen, da es ein guter Kompromiss zwischen dem sehr wärmeempfindlichen, aber einfach zu druckenden PLA und dem elastischeren und thermisch stabileren, aber schwieriger zu druckenden ABS, ist. PET-G zeichnet sich durch ein geringeres Schrumpfen beim Abkühlen aus (bei ABS bis zu 5%), was zu nicht zu den Problemen wie beim ABS führt, wo es bei bestimmten Bauteilgeometrien (lange dünne Strecken) zum gefürchteten Warping, also dem Ablösen von der Druckoberfläche kommt. Warping kann schon durch einen Zugluft ausgelöst werden, so dass bei ABS eigentlich ein Gehäuse fast unabdingbar ist um stabile thermische Verhältnisse zu erzielen.
6 PET-G Spulen mit jeweils 250g
PET-G wird im Internet trotzdem häufig als problematisch beschrieben, da das Material zum Oozing, also zum unbeabsichtigten Heraustropfen neigt. Zudem gibt es viele Berichte über Stringing, also die Bildung von dünnen Fäden zwischen benachbarten Bauteilen, eben durch das Auslaufen der Düsen beim verfahren der Achse. gerade an den äußeren Hüllen/Perimetern kommt es so beim Ansetzen auch zu Blobs, also kleinen Kugeln, die dort nach einer Fahrt  an der Außenhülle abgesondert werden.
Vom Hersteller Devildesign aus Polen hatte ich ein Testpack PET-G der auch mittlerweile ein gutes Jahr "abgehangen" war. Da die 5 250 mm Spulen vakuumverpackt und mit einem Silka Geld ausgestattet waren, machte mir das keine Sorgen. Vorneweg - Das Filament hat das gut überstanden, Alterungsspuren durch UV Strahlung o.ä, konnte ich nicht ausmachen. Sie lagerten aber auch in einem trockenen, dunklen Keller. Mit devildesign.pl hatte ich bis heute übrigens keinen Kontakt. Das Muster wurde mir zwar zur Verfügung gestellt, aber nicht von dem Hersteller, sondern von einem Großhändler, der es heute wohl nicht mehr führt. Es ist also einfach mal ein Test, weil es mich selbst interessierte und nicht gesponsert von oder für irgendeine Firma.

Setup

Zum Einsatz als 3D Drucker kam ein noch vollkommen unbenutzter Fabrikator mini II von Hobbyking. Er stand  schon fast ein Jahr in seinem Karton im Lager und musste als Ersatz herhalten, da mein "Arbeitspferd" der Prusa i3 Reworked / Selfmade nach einem harten Jahr auf seine Generalüberholung wartet....
Mein Prusa i3 in der Notaufnahme...
Das war schon mal die erste Einschränkung, denn im Gegensatz zum Prusa i3 verfügt der Fabrikator mini II über einen Bowdenextruder. Seine Z-Achse ist als ungenau und sehr langsam gefürchtet, was für PET-G eigentlich schlechte Voraussetzungen sind. PET-G erschwert das 3D Drucken, da bei optimaler Drucktemperatur das Filament dazu neigt einen dünnen Faden aus der Düse laufen zu lassen (Stringing). Diese hängen dann wie Spinnweben an dem Bauteil und müssen später entfernt werden. Beim Bowdenextruder verschärft sich das Problem, aufgrund der Verzögerung des Retracts durch den Weg des Bowdenzugs.
Eine langsame Z-Achse ist deswegen von Nachteil, da man Z-Hopping (Im Slice3 so genannt) aktivieren sollte um zu vermeiden, dass Kunststoff aus der Düse läuft und die Düsen dann gegen diese unerwartete Erhöhung der Ebene beim Verfahren in X/Y Richtung stoßen kann. Das Z-Hopping bewirkt, dass nach der Beendigung eines Layers die Z-Achse etwas hochgehoben wird und erst dann zur neuen, ersten Koordinate des nächsten Layers verfährt.

Los geht´s!

Passt perfekt
Diese schnuckeligen 250g Spulen haben schon etwas niedliches, sind aber ernstzunehmende gut durchkonstruierte Aufnahmen für das Filament. Und erfreulicherweise passen sie dank der 52 mm Öffnung perfekt zu dem Miniprinter. Im Gegensatz zu etlichen anderen 250g Spulen, die mir so untergekommen sind. Eine kurze Prüfung mit der Schieblehre ergab konstant gute  Werte: (1,72-1,74 mm). Nach dem Abknipsen (leider) und Anspitzen des Anfangs des Filaments ging es zügig zur Sache. Bei der Drucktemperatur experimentierte ich zwischen 235°C und 250°C für den ersten Layer. Jegliche Einstellung ergab eine problemlose Haftung auf der "Art" Buildtek Druckplattform des Miniprinters. Diese liefert konstruktionsbedingt maximal 63,5°C auf dem Heated Bed, aber selbst bei 55°C lief das ohne Probleme ab. Auf einem anderen Drucker hatte ich zuvor ein PET-G Material eines anderen Herstellers getestet und der hatte überhaupt kein Heated Bed. Das ganze haftete auf einer "Art Buildtek" Oberfläche problemlos. Wer also kein Heated Bed hat, könnte sich PET-G mal zum Testen bestellen. Es könnte klappen...
Hier aber waren es wie gesagt 55°C bis 63,5°C und das war problemlos möglich. Der Druckbereich ist mit 100 x 100 mm allerdings auch vergleichsweise klein. Warping allgemein ist ja häufig ein Problem von größeren Bauteilen ab 70-80 mm Kantenlänge.
Problemloses Drucken, selbst mit diesem Mini





Drucken mit dem Devildesign PET-G

Überraschenderweise gab es nicht einen einzigen Fall von Problemen mit der Haftung und nur ein leichtes Curling bzw. Warping am Ende eines sehr langen, schmalen Bauteils. Oozing, also das ungewollte Heraustropfen von flüssigem Kunststoff aus der Düse war überhaupt kein Problem, selbst bei Temperaturen um die 250 °C!



Druckergebnisse

Einstellungen: Im Repetier wurden folgende Parameter eingestellt:
Filamentdruchmesser : 1,75 mm +-0
1.Layer Temp.: 235°C - 250 °C
Übrige Layer Temp: 230°C - 240 °C
Layerhöhen: 0.15mm - 0.25mm
Retract ( bei Bowden Drucker, Bowdenzug ca. 30 cm): 6 mm

Die erste Überraschung nach dem Druck war der geringe Grad an Nachbearbeitung. Entgegen meinen bisherigen Erfahrungen mit PET-G gab es fast keinerlei Stellen mit Drops (also unbeabsichtigt herabtropfender flüssiger Kunststoff, der sich dann an einer Stelle des Bauteils verfestigt und entfernt werden muss), kaum Stringing, außer dort wo man es nun wirklich auch von anderen Filamenten befürchten muss (zum Beispiel vertikale Bohrungen). Oder aber auch zwischen "Türmen", also aufragende Bereiche zwischen denen der Extruder immer hin und her pendeln muss. Legt man das Bauteil eine Viertelstunde ins Eisfach, kann man die Fäden recht einfach und sauber mit einem scharfen Messer entfernen.

Maßhaltigkeit

Hier gibt es nichts zu meckern oder zu bemängeln. Trotz ihres sehr groben Aussehens sind alle Drucke absolut exakt und maßhaltig geworden. Bei den getesteten Bauteilen kam es auf jeden Zehntel Millimeter an. Das war in jedem Fall gegeben. Verzug oder Verlaufen von Material aufgrund der hohen Temperaturen beim Drucken waren keinerlei Problem!
Der Hersteller gibt den Verzug im Gegensatz zu ABS ja auch als minimal an. Das kann ich bestätigen. Einen Schrumpffaktor braucht man hier nicht einzurechnen. Bei richtigem Setup ist das CAD Maß tatsächlich das Endmaß des Drucks.




Schwarzes PET-G  glänzt besonders stark. Weißes kaum.


Einer der wenigen Blobs in einer vertikale Bohrung

 Festigkeit, Optik, Haptik,Geruch

PET-G verhält sich ähnlich flexibel wie ABS, ist aber bei weitem nicht so hart wie zum Beispiel PLA. Der im unteren Bild jeweils in PLA Clear und PET-G schwarz gedruckte Schlüssel ist als PET-G Variante nicht benutzbar, da er bei Torsion verdreht, während der PLA fest bleibt ( bei zu großer Kraft jedoch dann bricht). Wer also sehr harte Objekte wie Zahnräder, Schrauben usw benötigt ist mit zum Beispiel PLA oder PLA HT HT als Prototypenmaterial besser beraten. Die Festigkeit kann aber durchaus mit ABS verglichen werden.
PLA vs PET-G
Glänzt speckig, ist aber vollkommen maßhaltig (0,2mm Layerhöhe)
Die Optik ist etwas gewöhnungsbbedürftig, da das Material auch nach dem Abkühlen und einigem Gebrauch sehr stark glänzt. Es sieht wirklich sehr "speckig" aus. Der Nachteil dieses Ölglanzes ist, dass man praktisch jeden Layer und jede minimale Fehlstelle hervorragend sieht. Man tut dem Druck dann allerdings unrecht, denn die Druckqualität war zumindest in meinem Fall erstklassig! Auf der Druckbettseite ist das Erscheinungsbild von PET-G aufgrund der rauen Oberfläche eher matt. Es besteht also die Hoffnung, dass man durch geeignete Oberflächenbearbeitung (Schleifen,Strahlen etc.) diesen öligen Plastikglanz wegbekommt - wenn man das so will. Vergleichen kann man den Glanz mit der Behandlung von ABS mit Aceton, wobei hier beim PET-G alle Konturen voll erhalten bleiben.
Die Haptik des PET-G Materials gefällt mir extrem gut! Es ist ein stabiles und dennoch leicht flexibles Material, ähnlich ABS, das durch seine ölig scheinende Oberfläche nie scharfe Ecken oder Kanten fühlen lässt, anders als beispielsweise PLA, dass ehr spröde und scharfkantig wirkt. Für Griffe und alle Teile eines Drucks die man anfasst, finde ich es sehr gut geeignet.
Der Geruch beim Drucken ist als angenehm und nicht etwa wie verbranntes Plastik empfunden worden. Nicht ganz so organisch wie PLA, aber eben auch nicht so unangenehm wie ABS.  der Hersteller Devildesign bezeichnet den Geruch als "süß". Das erinnert mich daran, dass im PET-G ja Glycol beigemischt und es riecht tatsächlich ein wenig so, wie wenn man beim Auffüllen der Autokühlers etwas daneben schütte und es auf dem warmen Motor landet. Im klaten Zustand erinnert der Geruch an Fingermalfarbe für Kinder.


Die Filament Spulen

Bei den Spulen gibt sich Devildesign wirklich sehr viel Mühe. Sie sind sehr robust, absolut gerade, ordentlich beschriftet und - das ist mal durchdacht - transparent! Es finden sich mehrere Löcher zum Einhaken des Filaments. OK, Richrap hat mit seiner Standardspule das etwas eleganter gelöst. Trotzdem: Die Minispulen sind durch und durch hochwertig und geben keinen Anlass zur Klage.
Der Innendurchmesser beträgt mm, außen sind es mm. Das Bruttogewicht einer 250g Spule liegt bei g. Ein Silcapad liegt dem vakuumverschweißten Beutel bei. Auch eine kleine Karte mit den wesentlichen Druckparametern auf Englisch und Polnisch ist enthalten.



Herstellerangaben technische Daten in Original:

PET-G filament for 3D printing

Diameter of filament 1.75 mm / 2.85 mm 
Dimensional tolerance of filament +/- 0.05 mm 
Roundness of filament +/- 0.02 mm 
Surface of the material High Gloss 
Shrinkage of the material Very low 
Product weight 1.0 kg net, 1.36 kg gross 
Spool - material Transparent policarbonate 
Weight of the empty spool ~250 g 
The diameter of the spool 200 mm Width of spool ~70 mm 
Diameter of mounting hole 52 mm 
Packaging Printed cardboard Package size ~205x205x80 mm 
Vacuum packing Yes 
Moisture absorber Yes 

Die Angaben des Herstellers können durch den Test bestätigt werden.

Suggested printing parameters:

Hotend 220-250°C 
Heated bed 70-80°C 
Cooling the printout Optional
Specific Density 1.23 g/cm3 
Glass Transition Temperature 80°C ASTM 3418 
Moisture ≤ 0.3%

Das MSDS Datenblatt der Herstellers Devildesign liefert keine Klärung hinsichtlich der Lebensmittelechtheit. Es zeigt aber auch, dass das Material gesundheitlich recht unbedenklich ist.

Kontaktdaten:

Devil Design Sp. J.
Zwirki i Wigury 65
43-190 Mikolow
Poland

Fazit

Die Probepackung des PET-G Filaments von Devildesign war für mich eine sehr große Überraschung. Die Qualität der Druckergebnisse, die Maßhaltigkeit und die Problemlosigkeit im Betrieb mit verschiedenen, getesteten Parametern hat mich überzeugt. Ich werde zukünftig viel mehr auf PET-G als alternative zu ABS setzen, wenn es um Prototyping oder schnelle Ergebnisse geht. Wichtig, wie so oft, ist die Wahl des richtigen Filaments. Bei diesem hier haben die Hersteller alles richtig gemacht. Stabile, gerade und durchdachte Spulen. Kräftige Farben und vor allem ein reines Ausgangsmaterial, mit dem man dann auch vernünftig arbeiten kann. Das PET-G von anderen Quellen, mit dem ich bisherige Tests durchgeführt habe, war immer sehr "zickig". Stundenlang mussten die Druckparameter angepasst und nachgeführt werden. Trotzdem kam ich um das Stringing nie herum. PET-G ist also nicht gleich PET-G! Je nachdem, ob ein Hersteller auch recycelten Kunststoff verwendet und welche Additive er einsetzt und unter welchen Bedingungen dann das Filament letztlich gefertigt wird, kann es beim Anwender dann zu Problemen kommen oder - wie hier - eben nicht.
Das Devildesign PET-G ist nach diesen Tests als absolut genügsam und einsteigertauglich zu bezeichnen. Es ist eine unkomplizierte Alternative zu ABS und PLA. Die im Internet manchmal anzutreffenden Probleme kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht war es minderwertiges Filament, vielleicht ist auch der Drucker einfach nicht der Beste oder die Parameter sind total daneben. Ich kann nur mit dem Ergebnis für mich schließen, dass PET-G ab sofort zu meinem Standard Filament Sortiment gehören wird, da es problemlos zu drucken war und sehr ansprechende Ergebnisse geliefert hat. 

Weitere Fragen zum Material zum Test oder zum Text? Wie ist die Lesbarkeit auf eurem Handy? Ich kontrolliere zwar, schreibe aber eigentlich mit und für den PC. Schreibt es mir einfach in die Kommentare und ich versuche es zu klären!

Mittwoch, 14. November 2018

It´s time for the #formnext 2018!

The formnext 2018 fair in Frankfurt has just opened its doors and will showcase the latest in additive manufacturing in the industry.
formnext 2018 - hall 3.1 Additive Manufacturing - Very busy today
Lots of visitors could be seen in hall 3.1 where the additive manufacturing hotspot is. That is amazing regarding the entrance fee of 54 € for a one day ticket. But it also shows they high grade of interest in this innovative technology. Many different machines, materials and solutions are on display. The mood among exhibitors is good and the outlook for their business very good. AM is here to stay and more and more big players are getting into the market. Maybe some not making that big money yet, but if you know about the endless possibilities of AM you can be sure to have a dynamic future ahead.
formnext exhibition 3D Systems booth
If you want to meet me, or your company has  interesting products that you would like to promote, contact me via Linkedin and I see if I can come by.  
Here are some first impressions. A longer report will follow, so stay tuned !


Some sort of mini factory from South Korea

May the powder be with you - 3D printed with paper!




formnext 2018 - here we go again!



Donnerstag, 19. Juli 2018

Printrbot has closed its door forever

3D printing pioneer PrintrBot seems to have gone out of business. The website currently states that:
Printrbot is closed.
Low sales led to hard decisions.
We will be forever grateful to all the people we met and served over the years.
Thank you all.
Brook
Printrbot started in 2011 with a Kickstarter campaign and a - for the time being - innovative and low-cost compact 3D printer series.
Printrbot made history, but now is history
Clones and competition from Asia gave them a hard time in the recent years. Also, there was no real innovation seen in follow-up products.
We keep you updated.

Dienstag, 3. Juli 2018

C3D - CAD & 3D printing training at Georgian Technical University Tiflis

In June 2018 a one week intensive CAD and 3D printing took place at the Georgian Technical University in Tiflis. The objective was, to harmonize the level of knowledge of the professors, graduate students, and students of the faculties of automatization, mechanical engineering, and computer science. New Mojo FDM 3D printers from Stratasys just arrived and they had to be set up, tested and first experienced gathered.

A warm and friendly welcome by the Georgian Technical University who prepared and organized the training perfectly.


The situation

CAD training specific for additive manufacturing technologies
Georgia is a small country with a population of around 2.5 million inhabitants living in the country. Its economy is mostly based on tourism and agriculture. The industrial sector is relatively small. The Automation faculty of the Georgia Technical University has some FDM 3D printer in use already, such as a Leapfrog and one XYZ Printing. Furthermore, there are Fablabs in Georgia who are equipped with 3D printers, laser cutters and other stuff that is useful in maker spaces. So there is quite some material and some expertise around. Also, the faculty of automation does have seminars on Arduino development.

Training: CAD for 3D printing

As for 3D software, Blender and AutoCAD are most predominant and known at the GTU. The usage of Open Source 3D printing solutions, such as Repetier, FreeCAD or OpenSCAD/OpenJSCAD was not common in the academic field, so part of the training consisted in demonstrating and explaining the benefits of those alternatives to commercial products to the students.
Some of the FDM printers of the automatization faculty
In the training lessons, a simple object was created in both FreeCAD, OpenSCAD, and OpenJSCAD in order to learn the differences between the various approaches. While the students did their training, 3D printing-specific design rules were discussed. Creating an object in 3D is one thing, but having it produced by additive manufacturing process for use in the real world a completely different challenge. Mechanical stress has to taken in consideration, especially in regard to the layered structure of FDM 3D prints, as well as the limitations of the 3D printing in general, may it be the precision or maximum resolution of small parts, or the need for support for certain object geometries. 

Unboxing and setting up of Stratasys Mojo printers.

The GTU is about to move into an all-new facility that is just being build and will be finished by the end of 2018.
In order to run classes with future students, that are supposed to get acquainted with 3D printing those Mojo printers were chosen but yet not unboxed nor installed. I requested some support from Stratasys to at least send me the installation files. But nothing of a help reached me before I left for Georgia. So all I had were some Youtube videos which I watched during my flight. OK, the printer is not very complicated, but I would have preferred to prepare my training and include the material in my presentation. Still, it worked out very well. If you have built several RepRap 3D printers like me, the Mojo printer one will not give you much of a headache.
Students and graduates in a practical lesson with Stratasys printers
The Stratasy Mojo printers are FDM devices, that promise ease of use, failsafe and beginner friendly. They do have a dual head system which is fixed to run with one material printhead and one printhead with support filament only (HIPS). Many details are designed to minimize potential errors and problems in the workflow. The 1.8 Kg filament comes in vacuum sealed bags that also include a printhead. So there is no printhead service to be expected. You change it all in one go. This makes the printer very entry level friendly but also limits the options that other 3D printers have. You can only use the printing material from the manufacturer and that means limited colors and materials (ABS). But for learning purpose this foolproof system is ideal. Anyone ever worked with self-build REPRAP systems knows how easily one can get lost in the many configuration settings of slicers and hardware. With the Mojo printer, this won´t be the case, since the options are very automatically set. The parameters such as printing speed, extrusion rate, retract etc. are preset to a safe level and cannot be changed. The Mojo printer, therefore, is slower than most printers, but the result is almost certainly of good quality and without any issues while printing. So as said before, such a system seems to be ideal for a technical university. Setting up the printers with the two included CDs worked easy, fast and flawless. The slicer only offers only a few settings. The support can be configured in three levels of intensity. After 20 minutes the first prints were running. One went well, but the second one failed due to a power outage in the not yet finished building of the GTU. That showed how important an UPS could be because the Mojo printers have a resume function after a power failure.
Still, the two demo models were taken off the building platform. The support material then needs to be dissolved in a special heated device with a liquid dissolver, that comes with each printer.

All in all the training was a big success, since the participants were highly motivated and did already have a very good knowledge in their respective field. The challenge was to combine those technical knowledge resources into one - additive manufacturing aka 3D printing.

Outlook

Georgia as a small country has all opportunities, sufficient equipment, and a highly motivated academic staff, to start into the future of manufacturing. Still, 3D printing activist from fablabs, university and the global 3D printing must grow together and exchange their knowledge and experience to create a sustainable additive manufacturing sector in the country. 
3D printing is a global phenomenon. A part can be designed in one country and produced in another one. From that perspective, the lack of a driving industrial sector like automotive, aerospace or medical like in Germany, UK or the US, is not limiting the establishment of a vital 3D printing industry. CAD and 3D printing is as universal as software design. It can be done almost anywhere in the world where skilled software engineers can be found. Of course, any engineer should have practical experience with a technology to understand the full potential of it to create good solutions. This foundation is achieved by the current personnel and technical resources at the GTU. More training and more practical work may be needed to increase the number of experts in that field in Georgia. Since additive manufacturing technology is at an early stage (globally), the race is still open! There is quite some time left, to keep up with more advanced hotspots of the technology in Western Europe and the USA. Also, additive manufacturing is undergoing a tremendous diversification in production technologies such as 3D metal printing, DLP, SLS and some others. Different technologies will serve different applications. So all these new trends go into different directions. Still, it is important for a country to have experts at hand who understand the fundamentals of AM, then quickly adopt new trends. 
Additive manufacturing can jump-start a whole industry even in a small country within years. The evolutionary process of traditional manufacturing methods cannot and does not have to be reconstructed. From lathe and routers to CNC machines is a long way that took the German machinery industry decades for example. It is very hard to build up expertise in these fields in a short timespan. But with AM (Additive Manufacturing) it is possible to shortcut the development of an industrial sector. Because it is still at an early stage, anywhere in the world.
Once additive manufacturing becomes ubiquitous the cards will be mixed again, again compare it to the IT sector. Any nation can ramp up its own additive manufacturing capabilities if it has invested in the education of the personnel and training equipment in the years before.

More about Georgia

After the training ended, there was some time to visit nearby attractions such as the old town of Tiflis (which is called Tbilisi in Georgian) and taste some local food. Georgia is full of old churches and places of various religions.  
There is a very popular tourist area at the black sea, which I did not have the opportunity to visit - maybe some other time. I am sure from what I have seen so far while in Georgia, it will be worth a trip. 
A café in Tiblisi that could just be in an Art Deco quartier in Paris as well
If you would not know, that you are already in Eurasia, you may think that Georgia is right in the heart of Europe. The mentality of people, buildings and art and design look and feel as if one visits a spot in Paris or Lisbon. There is really not much difference to it. People are very friendly and polite - which the are not always in Europe.. The capital Tbilisi feels secure and has a vivid nightlife, with cafés, restaurants and much much art wherever the eyes turns to. There is history - and I mean really old history like over1000-year-old buildings, churches and more in each and every corner of the city to see. 
The true richness of Georgia appears to be its tremendous culture, art, and unbelievable history. Many empires have conquered - and left - this small country. 

Some impressions from Georgia, it´s places & people and their food!

From ancient times...


The Mtskheta church of Holy Cross which we paid a visit to on the outskirts of the capital Tbilisi was build at the beginning of the 4th century. There are so many historical sites, that visiting them all would take a whole trip of its own.
Members of the Georgian Technical University show me around
The church is a national symbol and was the only object I was able to find as 3D print on Thingiverse. I suggested to have it 3D scanned and 3D printed by some students in future times, to demonstrate the abilities of this technology.
But apart from technology, if you love to see lots of art, statues, old mystery places Georgia is definitely a place to go.

Guess who the donkey is here



Come on - Paris Metro?

Really yummy tasty food! Cheese, wine grilled meat. Sodas?!

...to the modern age

The capital of Georgia Tbilisi features both: Ancient sites as well as modern places like malls, hotels museums and so on. In its history, the city has undergone many changes due to the influences of other nations that conquered and occupied Georgia for centuries or decades. While this may have been difficult times for the former generations, the variety of the art and culture has become very unique and rich. In the last years, many new buildings have been added to the scene and the architectural style is very modern and appealing.
Georgian contemporary art in the Builtmore Hotel Lobby
 Anything that you may expect in a western capital can be found here. The mix of art & culture in the streets and the new very modern style architecture works very well and gives the city a unique very dynamic appearance. 
In the stores, you can find anything from luxury to everyday items. Prices are comparably low and the selection is very good.
7 story mall in Tbilisi (Galleria)
Streetview in Tbilisi with Hotel
There is much more to see, tell and learn, but I will put that into another report some other time. Feels free to contact me if you have any questions on this particular trip or need 3D printer training for your purpose. I am off to China soon but will be available for consultation, training and more after that again.

July 2018
Marcel Alexander Buth



Contact:

If you interested in the 3D printing sector of Georgia, whether you offer printers, tradeshows or anything of interest in the field of additive manufacturing you should contact :

Georgian Technical University
Faculty of Informatics and Control Systems
Department of Computer Engineering
Professor Ia Mosahshvili
Link to Linkedin: https://www.linkedin.com/in/ia-mosashvili-42360339