Mittwoch, 8. Juli 2020

Compendium: Creality CR-10S mit BLTouch upgraden


Compendium: A loose compilation of helpful information of a subject.

Instructions Video:
https://youtu.be/RQIizXtf9oo










Optiboot Bootloader:
https://github.com/Optiboot/optiboot

Firmware Settings:

Bootloader brennen geht nicht

 avrdude: Version 6.3-20190619
Copyright (c) 2000-2005 Brian Dean, http://www.bdmicro.com/
Copyright (c) 2007-2014 Joerg Wunsch

System wide configuration file is "C:\Users\maboo\AppData\Local\Arduino15\packages\MightyCore\hardware\avr\2.0.5/avrdude.conf"

Using Port : COM8
Using Programmer : stk500v1
Overriding Baud Rate : 19200
AVR Part : ATmega1284P
Chip Erase delay : 55000 us
PAGEL : PD7
BS2 : PA0
RESET disposition : dedicated
RETRY pulse : SCK
serial program mode : yes
parallel program mode : yes
Timeout : 200
StabDelay : 100
CmdexeDelay : 25
SyncLoops : 32
ByteDelay : 0
PollIndex : 3
PollValue : 0x53
Memory Detail :

Block Poll Page Polled
Memory Type Mode Delay Size Indx Paged Size Size #Pages MinW MaxW ReadBack
----------- ---- ----- ----- ---- ------ ------ ---- ------ ----- ----- ---------
eeprom 65 10 128 0 no 4096 8 0 9000 9000 0xff 0xff
flash 65 10 256 0 yes 131072 256 512 4500 4500 0xff 0xff
lock 0 0 0 0 no 1 0 0 9000 9000 0x00 0x00
lfuse 0 0 0 0 no 1 0 0 9000 9000 0x00 0x00
hfuse 0 0 0 0 no 1 0 0 9000 9000 0x00 0x00
efuse 0 0 0 0 no 1 0 0 9000 9000 0x00 0x00
signature 0 0 0 0 no 3 0 0 0 0 0x00 0x00
calibration 0 0 0 0 no 1 0 0 0 0 0x00 0x00

Programmer Type : STK500
Description : Atmel STK500 Version 1.x firmware
Hardware Version: 2
Firmware Version: 1.18
Topcard : Unknown
Vtarget : 0.0 V
Varef : 0.0 V
Oscillator : Off
SCK period : 0.1 us

avrdude: AVR device initialized and ready to accept instructions

Reading | ################################################## | 100% 0.02s

avrdude: Device signature = 0x000000 (retrying)

Reading | ################################################## | 100% 0.02s

avrdude: Device signature = 0x000000 (retrying)

Fehler beim Brennen des Bootloaders.
Reading | ################################################## | 100% 0.02s

avrdude: Device signature = 0x000000
avrdude: Yikes! Invalid device signature.
Double check connections and try again, or use -F to override
this check.



avrdude done. Thank you.


  • Board ausbauen
  • Wird an USB nicht erkannt
  • 9V externe Spannung anlegen

Bootloader brennen geht immer noch nicht aber neue Fehlermeldung.


Reset kurz beim Bootloader brennen:
Geht!
Bootloader wurde gebrannt!

Kein Extra Kondensator zwischen GND und Vcc war nötig.



Nun zur Firmware


Wichtige Videos und Links:

Upgrade an Ender 3 with Marlin 2.0 and BLTouch:
https://www.danbp.org/p/en/node/142

Unbrick Anet A8 Mainboard (via USBISP)
https://www.youtube.com/watch?v=hCGF-UdPSOA

Skynet AVRDUDE Programm:

ANET A8 Board - fix dead stepper with external stepper driver
http://lokspace.eu/how-to-fix-failed-stepper-driver-on-the-anet-v1-0-board-and-use-external-reprap-stepper-driver/

There are only 3 signals that drive each driver – X_DIR – sets the direction in which the stepper rotates, X_STEP – sending a pulse here makes the motor execute a “step”, and ENABLE – enables/disables the stepper.
Apart from these, I also needed power – VCC (5V – power for the logic), VMOT (12V – power for the motor) and GND.
I was able to trace the first 3 to the following points on the mainboard:
  • X_DIR – test point T13 (pin 24 on the atmega1284p)
  • X_STEP – test point T13 (pin16)
  • ENABLE – test point T19 (pin15)
Getting the rest was easy – I got the 5V from the output pin of the 5V regulator, and 12V from the input pin. And GND is shown on the picture below.
The ENABLE signal wire can be soldered on alternative location – on one of the pins of R8 (shown on the picture below). It’s better there, because the test points are too small and you can ruin them easily. Unfortunately X_DIR and X_STEP use direct connection between the atmega and the driver so there are no alternative points where you can solder the wires.


Result:
After several trials, the board seems to be bricked. In addition to the problem with the very small memory, I decided to turn away from using the original Melzi board and look for a board with enough memory to install a full Marlin.

Sonntag, 19. Januar 2020

CR10 S Clone von Ebay für 140€ - Kann das was sein?

Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und habe mir einen 300 x 300 mm Printer von Ebay für sagenhafte 140€ geschossen.
Die Bilder waren recht vielversprechend und ähnelten denen der Creality CR10S Vorlage frappierend. Das es trotzdem möglich ist fast alles falsch zu machen (oder zu fälschen..) was man falsch machen kann, soll dieser Bericht nun zeigen.
Aber alles der Reihe nach...
Kurz vor Weihnachten 2019 erreichte mich, nach kurzer Lieferzeit, der großformatige Drucker in einem ordentlichen und großen Paket. Zwei, drei Teile waren zu zu montieren, dann sollte das Ganze laufen.
Kann man diese Artikelbeschreibung wirklich soo falsch verstehen?
Die erste Überraschung erlebte ich bei der Montage des Rahmens. Hier sollten eigentlich nur 4 Schrauben dafür sorgen, dass Portal und Basis miteinander verbunden werden. Das Metall aus dem der Alumiumrahmen bestehen soll (laut Ebay Artikelbeschreibung) fühlte sich jedoch komisch rau an und roch merkwürdig. Zudem vermisste ich die Längsschlitze eines Aluprofils. Der Magnettest bestätigte den Verdacht: es handelt sich bei diesem Drucker um ein mit Stahlrechteckprofilen geschweißten Rahmen!

Das ist nicht per se schlecht, eigentlich ist das sogar besser, wenn es denn richtig gemacht wäre. war es aber nicht.
Die Bohrungen schienen nämlich Freihand mit dem Akkuschrauber in das Metall gejagt worden zu sein. Mehr als 3 von 4 Schrauben bekam man demzufolge nicht hinein und trotzdem wackelte das Oberteil des Druckers wie der schiefe Turm von Pisa im Tornado.
Abhilfe musste her und da schien der Frankfurter Hackerspace mit seiner mechanischen Werkstatt die richtige Anlaufstelle zu sein. So bemühten sich 3-4 Leute eine Nacht lang (letztlich vergeblich) die falsch gebohrten Löcher zu korrigieren, oder sich etwas zu überlegen, wie man den schiefen und unstabilen Befestigungspunkt korrigieren könnte.
Ganz links: Neue Bohrungen, die aber auch nicht die Lösung sind, da die im Lieferumfang angekündigten T Stabilisatoren nicht enthalten waren und ohnehin nicht gepasst hätten. In der Mitte die schiefen China Freihand Bohrungen.

Notlösung - Winkel aus dem Baumarkt müssen zur Befestigung herhalten. Klappt gut.
Letztlich habe ich dann zuhause mit zwei L Winkeln den Aufbau befestigt und 8 weitere Bohrungen in den Rahmen versenkt. Jetzt stand zumindest der Drucker einigermaßen stabil und die Y-Achse lief halbwegs rechtwinklig zur X-Achse. Durch den damit erzeugten Versatz fehlen mir allerdings ca. 35mm auf der Y-Achse. Das lässt sich später aber mit geringem Aufwand korrigieren, wie ich feststellen konnte und soll daher erst mal nicht weiter stören.
Und so sieht das Ganze dann von unten aus..
Aber damit war der Schrecken noch lange nicht zuende...
Beim ersten Testlauf rannte die X-Achse beharrlich in die falsche Richtung und ach der Extruder lief verkehrt herum. Nun hat man hier mehrere Möglichkeiten das zu korrigieren. "Normalerweise", wenn ich den Drucker von Grund auf selbst baue, würde ich hier die Laufrichtung in der Firmware invertieren. Davon wollte ich jedoch keinen Gebrauch machen, denn immerhin gab es ja eine spezielle Firmware auf dem Beistell-Gerät und wer weiß was ich sonst noch hätte alles ändern müssen (Steigung der Gewindespindeln usw).
Also öffnete ich das Gehäuse in dem sich das Controllerboard befindet, griff zur Zange und entfernte den Plastiksockel der dafür sorgt, dass der Schrittmotoranschluss verpolungssicher verbunden wird und setzte dann die Anschlüsse von X-Achse und Extruder "verkehrt herum" wieder drauf. Dann lief der Drucker zumindest so wie er sollte.
War nicht ganz sooo mühelos durch das Stahlblech  hiermit zu kommen, aber letztlich...
...Lochsäge sei Dank, haben wir nun richtig Frischluft im Gehäuse

Beim Fummeln fiel mir auf, dass sich das Display mit dem Creality CTC Logo meldete. Das war natürlich schon ganz schön frech, denn ein Creality Drucker ist das mit Sicherheit nicht.
Einfach mal die Creality Firmware gerippt - Chinesen kopieren Chinesen. Seufz...
Es ist ein chinesischer Clon von einem chinesischen Clon, der dem Tevo Tornado nachempfunden ist. Aber gut, schauen wir erst einmal was uns sonst noch so erwartet.
Besser ist das. Powerlüfter von außen zusätzlich montiert
Da mir das kleine Netzteil für ein 300x300 mm heated bed arg unterdimensioniert vorkam sorgte ich mit einem zusätzlichen externen Lüfter zunächst einmal dafür, dass zumindest die Abwärme ordentlich abgeführt werden kann.
LED Leiste als Mod oben provisorisch mit Klebeband fixiert. 


 Wer Wert auf Sicherheit legt (und wer tut das nicht bei einem 3D DIY Drucker ?) der wird verwundert das mitgelieferte Netzkabel gleich aussortieren, denn es verfügt auf der Steckerseite nicht über einen Schutzleiteranschluss. Die Buchse ist dreipolig... wer hat sich das denn ausgedacht? Lagen die irgendwo in Shenzhen noch in einer Lagerhalle herum?
Beruhigenderweise ist jedoch beim Netzteileingang der Schutzleiter durchgeführt - man muss also nur ein geeignetes Kaltgerätekabel statt des ultrakurzen mitgelieferten verwenden.

Hmm, irgendwie fehlt hier doch was? (Schutzleiter!)
Zum Glück ist der Schutzleiter bei der Buchse des Netzteil durchgeführt. Also ist nur Kabel wechseln angesagt.


Sieht doch jetzt ganz gut aus?
 Wenden wir uns nun einmal dem heated bed zu. Der Preis hatte mich schon verwundert, dass es eine Mogelpackung war, nunja.. Wie aber sollte es möglich sein, zu diesem Betrag ein ordentliches heated bed zu integrieren? Und das entsprechende Netzteil für eine Fläche von 300x300 mm? Ein Blick auf das Netzteil verrät (wenn denn die Angaben stimmen!!!) Das wir hier 12V x 20 A also 240 W vor uns haben. Das reicht nach meiner RepRap Erfahrung nicht für einen ordentlichen Betrieb eines3D Druckers mit  heated bed, vom Großformat 300x300 mm mal ganz zu schweigen. Ein stabiler Prusa i3 beispielsweise, sollte so 300W bis 350W vom Netzteil saugen können. Die 5 Schrittmotoren ziehen bis zu 2A pro Stück, macht alleine hierfür schon 120W. Das Hotend kann auf bis zu 5A kommen und das heated bed auf rund 15A. Das sind weitere 20A - also alleine dafür sind schon 240W fällig. Reicht die Leistung nicht aus, kann es zu Schrittverlusten beim verfahren kommen, meist heizt das heated bed auch nicht mehr richtig und Warping droht. 240W sind also definitiv zu knapp bemessen, wenn denn überhaupt die Angabe auf dem Netzteil stimmt, denn auch hier hat die Erfahrung gezeigt, dass bei chinesischen Fabrikaten bei der Leistungsangabe oftmals geschummelt wird. Etwas "tunen" kann man das Ganze jedoch oft mit einer überdimensionierten Kühlung, daher der große Lüfter von außen als Mod.



Mehr ein Kaffeetassenwärmer als ein heated bed....
Der Blick auf die Unterseite der Buildplattform löst ein weiteres Rätsel hinsichtlich der Preisfindung und des eher grenzwertigen Netzteils: Es handelt sich um ein Mini PCB Board mit ca. 100 x 100 mm Kantenlänge. Isoliert ist die Unterseite natürlich auch nicht - kostet ja alles Geld. Ob das nun trotzdem funktionieren kann oder nicht, zeigten die ersten Probedrucke mit PLA und PETG- Warping an den Außenrändern das kaum in den Griff zu bekommen war. Kein Wunder- das Infrarotthermometer zeigt eindeutig, dass der Bereich oberhalb der Heizplatine 5-10 Grad wärmer ist als die Ränder. Zudem sitzt der Thermofühler direkt auf der Platine an der Unterseite. 60° Bett Temperatur werden so zu beschaulichen 35 ° an der Oberseite. Mehr als 65° habe ich auf der Druckplattform nie hinbekommen und dafür musste man die Bett Temperatur schon auf den Maximalwert von 130° einstellen. Ein neue Silikonheizmatte in 300x300 ist also schon mal bestellt. Um überhaupt eine saubere Haftung bei Objekten jenseits von 200x200mm zu erreichen, nutze ich derzeit Sprühkleber als Haftvermittler.
Das Druckbett: Geliefert wird eine mit Bluetape beklebte Glasplatte mit abgerundeten Kanten. Die Haftung ist aufgrund der zuvor beschriebenen schwachbrünstigen Heizung nicht gut. Ein weiteres Problem ist das kippelige Bett. Die Führung der Y-Achse hat so viel Spiel, dass beim Druck auf eine Ecke, die diagonale Ecke 2-3mm kippt. So ist natürlich keinerlei vernünftiges Bedleveling und der Druck von großen Körpern möglich.
Ich habe mir daher eine zusätzliche Führungsschiene gebaut und so das Kippen stark eingeschränkt.
Weiterhin ist der Riemenspanner für die X-Achse nicht zu gebrauchen. Er wurde durch ein Modell von Thingiverse ersetzt. Jetzt druckt er Kreise auch mal endlich rund!
Der Endstophalter für die Z-Achse ist denkbar ungünstig plaziert. Die Achse setzt gerne mal auf, der über die Verschraubung vorzunehmende Einstellbereich ist nur minimal. Ich habe mir einen einstellbaren Z-Achsen Stop entworfen.
Das Bett habe ich in diesem Zuge durch untergelegte, gedruckte Adapter um 5mm angehoben. Jetzt ist dort alles gut!
Die Adapter werde ich später nochmal überarbeiten, damit mir auf der Y-Achse die vollen 300 mm wieder zur Verfügung stehen. Wir erinnern uns: Durch die Befestigung mit Winkeln hatte der Drucker ca. 35mm Druckbereich bei der Y-Achse verloren da ich den Aufbau etwas vorsetzen musste um neue Löcher bohren zu können.

Vorläufiges Fazit:

Wer gerne bastelt, relativ gut mit mechanischen und elektrischen Werkzeugen ausgestattet ist und sich bis herunter zur Firmware auskennt, bekommt für 140€ einen nicht funktionsfähigen 3D Drucker im Großformat, bei dem er erst mal Hand anlegen muss. Früher musste ich alleine für die Schrittmotoren und das RAMPS Board so viel ausgeben. So gesehen, ist der Rest vormontiertes Sahnehäubchen.
Kaum ein fertig konfigurierter 3D Drucker kann man auch heute noch direkt ohne Mods betreiben, wenn man Ansprüche hat. So gesehen ist Basteln heute noch obligatorisch. 
Wer aber einen 3D Drucker sucht mit dem er einfach loslegen kann, ist hier definitiv falsch aufgehoben. Die Fehler die die lieblosen Hersteller dieses Clons gemacht haben sind teilweise knifflig und für einen Einsteiger nur mit hohem Aufwand nachvollziehbar. Da lohnt es sich eher 200 bis 300€ mehr auszugeben und auf den Tevo Tornado oder den Creality CR10s zu setzen. Auch hier wird nicht alles perfekt sein, aber die Basis ist doch wesentlich solider und Nacharbeiten halten sich in Grenzen.

You get what you pay for!

Bei einem Preis von 140€ darf man sich hier nicht beschweren, mehr ist da einfach nicht drin. Trotzdem sehr unschön die falschen Versprechungen und Lügen des unbekannten Herstellers hinsichtlich der technischen Daten und der Features. Es ist eben kein Aluminiumrahmen, sondern billigst geschweißtes Stahlrohrprofil. Schief gebohrt und mit einem unangenehm riechendem matten schwarzen Lack "veredelt". Das mitgelieferte Kabel verfügt nicht über einen Schutzleiter - das ist ein No-Go für unbedarfte Einsteiger!
Ohne Autobedleveling sind solche großen Formate wie 300x300 fast nicht zu beherrschen. da bräuchte es schon mechanisch absolut spielfreie Führungen. Das aber kann man hier nicht erwarten. Die Druckplattform kippt um gute 2-3mm bei Belastungen, an einer Ecke an der anderen Seite weg.
Wenn jedoch der Geldbeutel knapp und die Vorkenntnisse solide sind, dann kann man sich dieses Abenteuer antun.

Würde ich mir so einen Drucker nochmal kaufen ? 

Nein. 
Lieber für das Geld einen soliden Prusa i3 Clone mit 210x210 mm Druckbereich ausgeben. Es hat mir jetzt auch Spaß gemacht, mal wieder zu basteln, aber wenn es ein zuverlässiger Drucker sein soll, dann auf keinen Fall diesen namenlosen Clon eines Clons eines CR10s!


Samstag, 2. März 2019

Buildtak Folie aufziehen

Installation einer Buildtak Folie auf einem 3D Drucker

Heated Bed mit original Folie, man sieht wie sie sich bereits ablöst.
Nach nur ca. 1 Kg Filament ist es passiert: Die Druckbettfolie auf dem Fabrikator II Mini hat sich gelöst. Dies führte zu Warping oder dem Hochstellen von Drucken. Der Drucker war so also nicht mehr zu nutzen. In der kurzen Zeit wurden überwiegend Drucke mit eingeschaltetem Heated Bed durchgeführt (ca. 63°C). Es kann also sein, dass bei niedrigeren Temperaturen die Folie länger hält. Trotzdem ist das eine enttäuschende Performance. Der nicht so geübte User wird vor dem Problem stehen, wie er das nun beheben soll.
Zufälligerweise hatte ich 2 Tage zuvor über Ebay eine 115x115 mm Buildtak Folie bestellt (rund 10€) , die dann auch pünktlich eintraf. 
Nachfolgend nun die Fotostrecke zum Upgrade. Als erste Überlegung wollte ich die Heißluftpistole nicht anwenden, da der Drucker sehr klein ist und ich befürchte andere teile hiermit zu schmelzen. Ethanol sollte eigentlich ausreichen um die Kleberückstände der alten Folie abzulösen.
dem war aber nicht so, also schritt ich weiter zu Nitro Universal Verdünner. Aber auch der konnte die Klebereste nicht wirklich lösen. Mit etwas Bedenken ging es dann weiter zu Aceton. Allein die Dämpfe können manche Kunststoffe auflösen. Das war für den kleinen Drucker schon sehr riskant. Trotzdem gelang es mir nicht einmal mit Aceton den Kleber einfach zu entfernen.
Letzten Ende war es eine Mischung aus Lösungsmitteln, Schrubben und polieren, die die Plattform freigab.
Die neue Buildtak Folie soll da Abhilfe schaffen...(Rückseite)
Mit einem Papierrollenschneider mit Keramik Rundmesser, ließ sich die Buildtak Folie schnell und sauber auf ein geeignetes Maß zuschneiden.Das Abziehen der Deckfolie erwies sich als sehr kraftaufwendig. Wobei das Problem hier ist, dass man durch zu viel Krafteinsatz eventuelle die Folie knickt. Also mit viel Gefühl und trotzdem kraftvoll ziehen! Beim Aufkleben dann ein weiteres Problem: der Kleber ist so stark, dass man unbedingt beim ersten Versuch alles passgenau haben muss. Das bedeutet keine Knicke oder Blasen und eben an den richtige Stellen. Bei mir war die Folie ein paar Grad verdreht. Das konnte ich dann nicht mehr korrigieren, aber außer dem Aufdruck der jetzt ein wenig schief sitzt bemerkt man das kaum. Überstehende Ränder kann man mit einer scharfen Rasierklinge abtrennen.
Werbung für Filament soll man hier auch noch machen :-(
Wichtig ist dann das erneute Bed Leveling. Dies erfolgt je nach Drucker automatisch oder manuell über die gefederten Einstellschrauben. Ca. 0.25mm Abstand sollten zwischen einer 0.4 mm Düse und Folie verbleiben. Im Internet wird hierzu oftmals angegeben, dass dies einer Visitenkarte entspräche. Ich habe etliche nachgemessen und festgestellt, dass Visitenkarten meist um die 0.35mm stark sind. Die dünnste die ich gefunden habe war 0.27mm stark.
Zwei normale Blatt Papier kommen da eher auf rund 0.25mm. Auf dem beiliegenden Kärtchen finden sich ein paar wertvolle Tipps zum Bed Leveling nach der Installation der Buildtak Folie. Meine Anregung an den Hersteller: Druckt das Ganze doch auf eine Karte mit 0.25mm! Dann muss man erst gar nicht lange nach so einem Hilfsmittel suchen und die Karte hat noch einen weiteren Zweck, wird vielleicht dann auch nicht weggeworfen. 
Fazit der ganzen Aktion: Rund eine Stunde Zeit investiert, die Lösungsmittel haben nicht viel gebracht, aber eben doch dafür gesorgt, dass sich der Kleber einigermaßen manuell ohne die Plattform zu verkratzen entfernen lies. Die Lebensdauer der ursprünglichen Folie ist viel zu kurz. Mal sehen, wie lange sich die Buildtak da halten kann. Sie verrichtet ihre Aufgabe übrigens ohne Probleme, Sie klebt bombenfest, die Prints halten gut und lassen sich dennoch ablösen. Mein absoluter Favorit bei den Beschichtungen für das Heated Bed ist und bleibt aber PEI auf Aluminium oder Stahl. (magnetische Halterung). Als Ersatz für bestehende Klebefolien erscheint die Buildtak jedoch als das Beste was man derzeit am Markt bekommen kann. Sie ist preiswert und für hohe Temperaturen geeignet. Spannend wird es zu sehen, wie sie sich dann wieder ablösen lässt. Vielleicht wäre eine magnetisierbare Buildtak Folie mal eine gute Alternative. So etwas kann man sich natürlich aber auch selbst basteln.
Nun weiter zur Fotostrecke:



Nettes kleines Kärtchen hilft bei der Installation

Die Buildtak Folie ist hier leider etwas zu groß..




Versuch1: Ethanol


Kratzen...

Schruppen...

Kein großer Erfolg

Eine Gangart härter: Nitro Universal Verdünner..

Fast Ultima Ratio: Aceton

Alles zusammen wirkt kaum

Beim Kratzen vorsichtig vorgehen

Und wieder sanft schrubben

Mittlerweile lösen sich die Nitril Handschuhe sogar auf.

Nach ca. 1 Stunde endlich ein Ergebnis

Nun noch die Buildtak Folie sauber zuschneiden


Die Deckfolie abziehen (sehr schwer)


Und platzieren, Achtung sie klebt sehr sehr stark. Man hat nur einen Versuch!

Erster Versuch: Sieht ganz gut aus

Düse muss noch ca. 01. höher...

Wir sind wieder im Rennen!
Copyright Bilder: Marcel Alexander Buth, 2019

Samstag, 16. Februar 2019

Filament Test: PET-G von Devildesign


PET-G was ist das?

Polyethylenterephthalat (Kurzzeichen PET) ist ein durch Polykondensation hergestellter thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. PET hat vielfältige Einsatzbereiche und wird unter anderem zur Herstellung von Kunststoffflaschen (PET-Flaschen), Folien und Textilfasern verwendet.
PETG (oder PET-G) ist ein mit Glycol modifiziertes PET, welches sich durch seine wässrigen Eigenschaften (Viskosität) auszeichnet. Anwendungen finden sich im Spritzguss und im FDM-3D-Druck.(Wikipedia)
PET gilt als lebensmittelecht. Das bedeutet, das es sehr widerstandfähig gegenüber, Laugen,Säuren und Fetten ist und keine schädlichen Mengen an Inhaltsstoffen auf Lebensmittel übergehen. Man könnte also Geschirr oder eben alles was in Kontakt mit Lebensmitteln kommt aus PET herstellen. Trinkflaschen bestehen daher ja auch häufig aus PET. Inwieweit das auch für PET-G gilt kann ich aber leider nicht sagen. Eigentlich ist das zugesetzte Glykol (Frostschutzmittel für das Auto, manchmal auch in gepanschtem Wein als Süße zu finden), nicht unbedingt vertrauenerweckend. Zudem ist es die Frage inwieweit die Additive (Farbpigmente) genießbar oder unlöslich sind. Aber was soll´s: Wir laufen ja auch mit Quecksilber im Mund herum (Amalgan) und machen uns da keine großen Sorgen. Bevor man PET-G jedoch für Anwendungen benutzt, die Lebensmittelechtheit erfordern, sollte man diesen Punkt zunächst einmal klären.
PET-G hat in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen, da es ein guter Kompromiss zwischen dem sehr wärmeempfindlichen, aber einfach zu druckenden PLA und dem elastischeren und thermisch stabileren, aber schwieriger zu druckenden ABS, ist. PET-G zeichnet sich durch ein geringeres Schrumpfen beim Abkühlen aus (bei ABS bis zu 5%), was zu nicht zu den Problemen wie beim ABS führt, wo es bei bestimmten Bauteilgeometrien (lange dünne Strecken) zum gefürchteten Warping, also dem Ablösen von der Druckoberfläche kommt. Warping kann schon durch einen Zugluft ausgelöst werden, so dass bei ABS eigentlich ein Gehäuse fast unabdingbar ist um stabile thermische Verhältnisse zu erzielen.
6 PET-G Spulen mit jeweils 250g
PET-G wird im Internet trotzdem häufig als problematisch beschrieben, da das Material zum Oozing, also zum unbeabsichtigten Heraustropfen neigt. Zudem gibt es viele Berichte über Stringing, also die Bildung von dünnen Fäden zwischen benachbarten Bauteilen, eben durch das Auslaufen der Düsen beim verfahren der Achse. gerade an den äußeren Hüllen/Perimetern kommt es so beim Ansetzen auch zu Blobs, also kleinen Kugeln, die dort nach einer Fahrt  an der Außenhülle abgesondert werden.
Vom Hersteller Devildesign aus Polen hatte ich ein Testpack PET-G der auch mittlerweile ein gutes Jahr "abgehangen" war. Da die 5 250 mm Spulen vakuumverpackt und mit einem Silka Geld ausgestattet waren, machte mir das keine Sorgen. Vorneweg - Das Filament hat das gut überstanden, Alterungsspuren durch UV Strahlung o.ä, konnte ich nicht ausmachen. Sie lagerten aber auch in einem trockenen, dunklen Keller. Mit devildesign.pl hatte ich bis heute übrigens keinen Kontakt. Das Muster wurde mir zwar zur Verfügung gestellt, aber nicht von dem Hersteller, sondern von einem Großhändler, der es heute wohl nicht mehr führt. Es ist also einfach mal ein Test, weil es mich selbst interessierte und nicht gesponsert von oder für irgendeine Firma.

Setup

Zum Einsatz als 3D Drucker kam ein noch vollkommen unbenutzter Fabrikator mini II von Hobbyking. Er stand  schon fast ein Jahr in seinem Karton im Lager und musste als Ersatz herhalten, da mein "Arbeitspferd" der Prusa i3 Reworked / Selfmade nach einem harten Jahr auf seine Generalüberholung wartet....
Mein Prusa i3 in der Notaufnahme...
Das war schon mal die erste Einschränkung, denn im Gegensatz zum Prusa i3 verfügt der Fabrikator mini II über einen Bowdenextruder. Seine Z-Achse ist als ungenau und sehr langsam gefürchtet, was für PET-G eigentlich schlechte Voraussetzungen sind. PET-G erschwert das 3D Drucken, da bei optimaler Drucktemperatur das Filament dazu neigt einen dünnen Faden aus der Düse laufen zu lassen (Stringing). Diese hängen dann wie Spinnweben an dem Bauteil und müssen später entfernt werden. Beim Bowdenextruder verschärft sich das Problem, aufgrund der Verzögerung des Retracts durch den Weg des Bowdenzugs.
Eine langsame Z-Achse ist deswegen von Nachteil, da man Z-Hopping (Im Slice3 so genannt) aktivieren sollte um zu vermeiden, dass Kunststoff aus der Düse läuft und die Düsen dann gegen diese unerwartete Erhöhung der Ebene beim Verfahren in X/Y Richtung stoßen kann. Das Z-Hopping bewirkt, dass nach der Beendigung eines Layers die Z-Achse etwas hochgehoben wird und erst dann zur neuen, ersten Koordinate des nächsten Layers verfährt.

Los geht´s!

Passt perfekt
Diese schnuckeligen 250g Spulen haben schon etwas niedliches, sind aber ernstzunehmende gut durchkonstruierte Aufnahmen für das Filament. Und erfreulicherweise passen sie dank der 52 mm Öffnung perfekt zu dem Miniprinter. Im Gegensatz zu etlichen anderen 250g Spulen, die mir so untergekommen sind. Eine kurze Prüfung mit der Schieblehre ergab konstant gute  Werte: (1,72-1,74 mm). Nach dem Abknipsen (leider) und Anspitzen des Anfangs des Filaments ging es zügig zur Sache. Bei der Drucktemperatur experimentierte ich zwischen 235°C und 250°C für den ersten Layer. Jegliche Einstellung ergab eine problemlose Haftung auf der "Art" Buildtek Druckplattform des Miniprinters. Diese liefert konstruktionsbedingt maximal 63,5°C auf dem Heated Bed, aber selbst bei 55°C lief das ohne Probleme ab. Auf einem anderen Drucker hatte ich zuvor ein PET-G Material eines anderen Herstellers getestet und der hatte überhaupt kein Heated Bed. Das ganze haftete auf einer "Art Buildtek" Oberfläche problemlos. Wer also kein Heated Bed hat, könnte sich PET-G mal zum Testen bestellen. Es könnte klappen...
Hier aber waren es wie gesagt 55°C bis 63,5°C und das war problemlos möglich. Der Druckbereich ist mit 100 x 100 mm allerdings auch vergleichsweise klein. Warping allgemein ist ja häufig ein Problem von größeren Bauteilen ab 70-80 mm Kantenlänge.
Problemloses Drucken, selbst mit diesem Mini





Drucken mit dem Devildesign PET-G

Überraschenderweise gab es nicht einen einzigen Fall von Problemen mit der Haftung und nur ein leichtes Curling bzw. Warping am Ende eines sehr langen, schmalen Bauteils. Oozing, also das ungewollte Heraustropfen von flüssigem Kunststoff aus der Düse war überhaupt kein Problem, selbst bei Temperaturen um die 250 °C!



Druckergebnisse

Einstellungen: Im Repetier wurden folgende Parameter eingestellt:
Filamentdruchmesser : 1,75 mm +-0
1.Layer Temp.: 235°C - 250 °C
Übrige Layer Temp: 230°C - 240 °C
Layerhöhen: 0.15mm - 0.25mm
Retract ( bei Bowden Drucker, Bowdenzug ca. 30 cm): 6 mm

Die erste Überraschung nach dem Druck war der geringe Grad an Nachbearbeitung. Entgegen meinen bisherigen Erfahrungen mit PET-G gab es fast keinerlei Stellen mit Drops (also unbeabsichtigt herabtropfender flüssiger Kunststoff, der sich dann an einer Stelle des Bauteils verfestigt und entfernt werden muss), kaum Stringing, außer dort wo man es nun wirklich auch von anderen Filamenten befürchten muss (zum Beispiel vertikale Bohrungen). Oder aber auch zwischen "Türmen", also aufragende Bereiche zwischen denen der Extruder immer hin und her pendeln muss. Legt man das Bauteil eine Viertelstunde ins Eisfach, kann man die Fäden recht einfach und sauber mit einem scharfen Messer entfernen.

Maßhaltigkeit

Hier gibt es nichts zu meckern oder zu bemängeln. Trotz ihres sehr groben Aussehens sind alle Drucke absolut exakt und maßhaltig geworden. Bei den getesteten Bauteilen kam es auf jeden Zehntel Millimeter an. Das war in jedem Fall gegeben. Verzug oder Verlaufen von Material aufgrund der hohen Temperaturen beim Drucken waren keinerlei Problem!
Der Hersteller gibt den Verzug im Gegensatz zu ABS ja auch als minimal an. Das kann ich bestätigen. Einen Schrumpffaktor braucht man hier nicht einzurechnen. Bei richtigem Setup ist das CAD Maß tatsächlich das Endmaß des Drucks.




Schwarzes PET-G  glänzt besonders stark. Weißes kaum.


Einer der wenigen Blobs in einer vertikale Bohrung

 Festigkeit, Optik, Haptik,Geruch

PET-G verhält sich ähnlich flexibel wie ABS, ist aber bei weitem nicht so hart wie zum Beispiel PLA. Der im unteren Bild jeweils in PLA Clear und PET-G schwarz gedruckte Schlüssel ist als PET-G Variante nicht benutzbar, da er bei Torsion verdreht, während der PLA fest bleibt ( bei zu großer Kraft jedoch dann bricht). Wer also sehr harte Objekte wie Zahnräder, Schrauben usw benötigt ist mit zum Beispiel PLA oder PLA HT HT als Prototypenmaterial besser beraten. Die Festigkeit kann aber durchaus mit ABS verglichen werden.
PLA vs PET-G
Glänzt speckig, ist aber vollkommen maßhaltig (0,2mm Layerhöhe)
Die Optik ist etwas gewöhnungsbbedürftig, da das Material auch nach dem Abkühlen und einigem Gebrauch sehr stark glänzt. Es sieht wirklich sehr "speckig" aus. Der Nachteil dieses Ölglanzes ist, dass man praktisch jeden Layer und jede minimale Fehlstelle hervorragend sieht. Man tut dem Druck dann allerdings unrecht, denn die Druckqualität war zumindest in meinem Fall erstklassig! Auf der Druckbettseite ist das Erscheinungsbild von PET-G aufgrund der rauen Oberfläche eher matt. Es besteht also die Hoffnung, dass man durch geeignete Oberflächenbearbeitung (Schleifen,Strahlen etc.) diesen öligen Plastikglanz wegbekommt - wenn man das so will. Vergleichen kann man den Glanz mit der Behandlung von ABS mit Aceton, wobei hier beim PET-G alle Konturen voll erhalten bleiben.
Die Haptik des PET-G Materials gefällt mir extrem gut! Es ist ein stabiles und dennoch leicht flexibles Material, ähnlich ABS, das durch seine ölig scheinende Oberfläche nie scharfe Ecken oder Kanten fühlen lässt, anders als beispielsweise PLA, dass ehr spröde und scharfkantig wirkt. Für Griffe und alle Teile eines Drucks die man anfasst, finde ich es sehr gut geeignet.
Der Geruch beim Drucken ist als angenehm und nicht etwa wie verbranntes Plastik empfunden worden. Nicht ganz so organisch wie PLA, aber eben auch nicht so unangenehm wie ABS.  der Hersteller Devildesign bezeichnet den Geruch als "süß". Das erinnert mich daran, dass im PET-G ja Glycol beigemischt und es riecht tatsächlich ein wenig so, wie wenn man beim Auffüllen der Autokühlers etwas daneben schütte und es auf dem warmen Motor landet. Im klaten Zustand erinnert der Geruch an Fingermalfarbe für Kinder.


Die Filament Spulen

Bei den Spulen gibt sich Devildesign wirklich sehr viel Mühe. Sie sind sehr robust, absolut gerade, ordentlich beschriftet und - das ist mal durchdacht - transparent! Es finden sich mehrere Löcher zum Einhaken des Filaments. OK, Richrap hat mit seiner Standardspule das etwas eleganter gelöst. Trotzdem: Die Minispulen sind durch und durch hochwertig und geben keinen Anlass zur Klage.
Der Innendurchmesser beträgt mm, außen sind es mm. Das Bruttogewicht einer 250g Spule liegt bei g. Ein Silcapad liegt dem vakuumverschweißten Beutel bei. Auch eine kleine Karte mit den wesentlichen Druckparametern auf Englisch und Polnisch ist enthalten.



Herstellerangaben technische Daten in Original:

PET-G filament for 3D printing

Diameter of filament 1.75 mm / 2.85 mm 
Dimensional tolerance of filament +/- 0.05 mm 
Roundness of filament +/- 0.02 mm 
Surface of the material High Gloss 
Shrinkage of the material Very low 
Product weight 1.0 kg net, 1.36 kg gross 
Spool - material Transparent policarbonate 
Weight of the empty spool ~250 g 
The diameter of the spool 200 mm Width of spool ~70 mm 
Diameter of mounting hole 52 mm 
Packaging Printed cardboard Package size ~205x205x80 mm 
Vacuum packing Yes 
Moisture absorber Yes 

Die Angaben des Herstellers können durch den Test bestätigt werden.

Suggested printing parameters:

Hotend 220-250°C 
Heated bed 70-80°C 
Cooling the printout Optional
Specific Density 1.23 g/cm3 
Glass Transition Temperature 80°C ASTM 3418 
Moisture ≤ 0.3%

Das MSDS Datenblatt der Herstellers Devildesign liefert keine Klärung hinsichtlich der Lebensmittelechtheit. Es zeigt aber auch, dass das Material gesundheitlich recht unbedenklich ist.

Kontaktdaten:

Devil Design Sp. J.
Zwirki i Wigury 65
43-190 Mikolow
Poland

Fazit

Die Probepackung des PET-G Filaments von Devildesign war für mich eine sehr große Überraschung. Die Qualität der Druckergebnisse, die Maßhaltigkeit und die Problemlosigkeit im Betrieb mit verschiedenen, getesteten Parametern hat mich überzeugt. Ich werde zukünftig viel mehr auf PET-G als alternative zu ABS setzen, wenn es um Prototyping oder schnelle Ergebnisse geht. Wichtig, wie so oft, ist die Wahl des richtigen Filaments. Bei diesem hier haben die Hersteller alles richtig gemacht. Stabile, gerade und durchdachte Spulen. Kräftige Farben und vor allem ein reines Ausgangsmaterial, mit dem man dann auch vernünftig arbeiten kann. Das PET-G von anderen Quellen, mit dem ich bisherige Tests durchgeführt habe, war immer sehr "zickig". Stundenlang mussten die Druckparameter angepasst und nachgeführt werden. Trotzdem kam ich um das Stringing nie herum. PET-G ist also nicht gleich PET-G! Je nachdem, ob ein Hersteller auch recycelten Kunststoff verwendet und welche Additive er einsetzt und unter welchen Bedingungen dann das Filament letztlich gefertigt wird, kann es beim Anwender dann zu Problemen kommen oder - wie hier - eben nicht.
Das Devildesign PET-G ist nach diesen Tests als absolut genügsam und einsteigertauglich zu bezeichnen. Es ist eine unkomplizierte Alternative zu ABS und PLA. Die im Internet manchmal anzutreffenden Probleme kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht war es minderwertiges Filament, vielleicht ist auch der Drucker einfach nicht der Beste oder die Parameter sind total daneben. Ich kann nur mit dem Ergebnis für mich schließen, dass PET-G ab sofort zu meinem Standard Filament Sortiment gehören wird, da es problemlos zu drucken war und sehr ansprechende Ergebnisse geliefert hat. 

Weitere Fragen zum Material zum Test oder zum Text? Wie ist die Lesbarkeit auf eurem Handy? Ich kontrolliere zwar, schreibe aber eigentlich mit und für den PC. Schreibt es mir einfach in die Kommentare und ich versuche es zu klären!