Donnerstag, 13. Februar 2014

Rostock Deltabot wird versteigert

UPDATE: Drucker wurde versteigert und hat nun einen neuen Besitzer. Schöne Grüße nach Österreich!

Mein Rostock Deltabot, der mich fast ein Jahr auf diesem Blog begleitet hat, wird derzeit bei Ebay versteigert. 
Rostock steht bei Ebay zum Verkauf

Der Drucker funktioniert und ist der wahrscheinlich am besten dokumentierte Rostock im Netz, er diente auch als Studienobjekt für mein Buch über 3D Drucker. Es geht hier natürlich weiter mit Deltabots und anderen Druckern, zwei habe ich derzeit in Arbeit. 
Hier Blogeinträge, die sich auf den Drucker der zum Verkauf steht, beziehen:

Sonntag, 2. Februar 2014

Get your own Deltabot for only 95 $!!!

No trick, no joke! You can get a fully functional deltabot for as low as 95 US$ !!
Well, it may not have been the intension of the makers who bring us this fantastic Delta Robot kit - but hey - who were we if we would not hack this thing a little bit?
First things first ( I seem to be too exited about this offer..):
Mark and Sarah have launched a Kickstarter campaign that displays a Delta Robot with a overhead mechanism, using servos and being controlled by an arduino compliant microprocessor (ATMega 328).
Very nice! But guys you did forget the HOTEND
The firmware will handle the Delta cinematics and allow you to customize it.
Now the genuie idea of Mark and Sarah was to build a Delta Robot Army for some - hmm unknown - purpose.
WE Delta printer fans know what the only reasonable purpose of this baby can be - making 3D prints !
All you need to do is to exchange the effector with it´s useless LED top (sorry Mark and Sarah, forgive me on that) and replace it with a hotend!
The 95$ Delta 3D Printer - err -Robot Kit.
Now the upside down setup of the Delta Robot is also no issue - WE Delta fans know that Delta printer can print upside down, even on a ceiling as print bed! 
...this just in case if you are too lazy to build some structure that will hold the upside down Delta Robot - well upside down.
The controllerboard for the Delta printer/robot. Can be replaced with your Arduino!
Well, I guess you got my point: With minimal means you can turn this 95 $ Delta Robot Kit into a <150 $ Delta printer!
Wow! 
Did I mention, that in my recent book on 3D printers: "Business & Technology", I expected the overhead deltabot design a bright future, because the partcount and the costs of the parts are much lower than the traditional design that we still have?
Anyway, Mark and Sarah probably read it, if not they are definitly on the right track. and if I come by at Las Vegas I will take the invitation and pay them a visit. For now: Ask Grandma, sell those rare baseball cards, cancel your wedding next week AND GO GET THIS FANTASTIC KICKSTARTER PACKAGE!

Samstag, 1. Februar 2014

Books: Interesting 3D printer patents


A compilation of interesting 3D patents has been published by M. A. Buth. 
3D printer have had a lot of attention in the last years. Almost every week new improvements and innovations surface from internet platforms like Kickstarter or Indiegogo. Many small companies try to establish themselfs with bigger, smaller, better or faster 3D printers. But how about the legal aspect of the technology beeing displayed? Be careful - it may be patent protected by someone else....
This seems to be the case, since some larger companies have started to sue what they regard as a patent infringement. This books helps to focus on the main aspects of the patent situation. How can I research patents effectivly? The number of patents that are 3D related go into the thousands and some are so generally described, that the context with 3D printing is not obvious. The book gives advice on how to research fast and effectively, so that this knowledge alone can help, even in other fields of technique.
Some interesting patents have been research and are being described in detail. Some ideas may sound far fetched but other may give a technically interested reader new inspirations for his own development. Reasearching and reading long winded patent literature over a screen and maybe printing them out, can be exhausing and akward. 
This compact book, with its 200 pages and many illustrations, is filled with valuable and technically interesting information and saves a lot of time. 
Time that could better be used for the project itself.

The book 3D Printer: Patents and Innovations can be ordered in print or as ebook at Amazon worldwide.
  
           

Donnerstag, 23. Januar 2014

Achsen des Rostock kalibrieren

Normalerweise werden die Achsen ja über den Riemen, das Riemenrad (Pulley) bzw. dessen Zahnung, das Stepping (1/16 oder 1/8) und die Schritte pro voller Umdrehung des Schrittmotors (üblich 200 bei Spitzenmodellen auch 400) errechnet.
Hierfür gibt es aber auch Onlinerechner wie der von Pruza:
http://calculator.josefprusa.cz/#MotorStuffSPMB

Zunächst habe ich den auch benutzt, wenn man aber nicht mit diesen errechneten Werten auf befriedigende Ergebnisse kommt, dann kann man sie auch einfach durch Probieren anpassen.

Man kann aber diese Berechnungen auch durch Messungen ersetzen, was in diesem Fall zuverlässiger ist, wenn man das Modell noch nie gebaut hat.
Deltabots eignen sich hierfür ganz besonders gut, da alle drei Achsen gleich gebaut sind und die selben Parameter haben.

Zunächst einmal müssen aber die Parallelstäbe möglichst alle gleich lang sein. Hierzu nimmt man eine Lehre und prüft den Abstand der Gelenkköpfe. Sie müssen alle das selben Maß haben (bis auf ca.+- 0.05mm). Die Lehre besteht aus einem einfachen Brett auf dem man zwei Schrauben mit dem Kopf in einem gewünschten Abstand aufklebt.

Dann legt man die Stäbe mitsamt den Kugelgelenken auf diese Messlehre und stellt den Abstand zwischen den Löchern so ein dass alle Stäbe gleich lang sind. Ich hatte die Kugelgelenke nicht geklebt, wie es viele machen, sondern mit Gewinden versehen und auf die Stäbe aufgeschraubt. Durch Drehungen kann man dann die Länge der Stäbe einstellen, wobei man etwas eingeschränkt ist, da die Kugelköpfe ja immer zueinander ausgerichtet sein müssen, sie man also nicht 90° zueinander verdreht verwenden kann.

Um nun zu ermitteln wie groß die Abweichung vom errechneten Wert ist, müssen wir zunächst einmal - nach dem Abstimmen der Parallelstäbe - an den Nullpunkt fahren (Homing).

Von dort aus misst man nun den Abstand der Düse zum Druckbett.

Diese, möglichst genau gemessene Höhe trägt man dann in der Firmware in folgenen Eintrag anstelle von XXX in Millimetern ein:

#define MANUAL_Z_HOME_POS XXX // For delta: Distance between nozzle and print surface after homing.

Bei Nachkommastellen bitte darauf achten, dass diese mit einem Punkt vom Ganzteil getrennt werden!

Nun wird Repetier-Host o.ä. aufgerufen und vom Nullpunkt aus eine Fahrt zum Druckbett durchgeführt. Hierzu gibt man folgenden G-Code ein:

g1 Z0 F2000

F2000 ist eine moderate Beschleunigung man kann sie natürlich auch geringer wählen. In jedem Fall muss der Mauszeiger und somit der Finger auf dem Notausschalter von Repetier-Host ruhen, denn die Düse kann bei dieser Fahrt crashen!

Tut sie das nicht und stoppt die Düse einige Zentimeter vor dem Auftreffen auf die Druckebene, so kann man jetzt damit beginnen, die echten Schritte pro mm durch Annäherung zu ermitteln.

Damit man nicht jedes Mal die Firmware neu hochladen muss, kann man sich diese Daten jedoch auch über das auslesbare EEPROM holen, sie verändern und wieder zurück schreiben. Später sollte man den endgültig ermittelten Wert aber auch in der Firmware eintragen und sie abspeichern, damit die Daten konsistent bleiben.

Für den Fall, dass die Düse des Hotends die Druckebene nicht erreicht hat, muss man den Wert im Repetier-Host erhöhen. Dies sollte man in kleinen Schritten tun und zwar so lange bis die Düse fast die Druckebene erreicht und nur noch ein Blatt Papier zwischen Düse und Druckbett passt.

Wäre die Düse in das Druckbett gecrasht, so muss der Wert verringert werden.

Dann wird eine neue Messfahrt zum Nullpunkt und dann wieder zur Druckebene durchgeführt. Auf diese Weise erhält man dann einen sehr guten Wert für die Auflösung des Antriebes des Deltabots.

Der Eintrag in der Firmware findet sich hier:
#define DEFAULT_AXIS_STEPS_PER_UNIT   {81,81,81,128}  // steps per unit