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Dienstag, 22. Dezember 2015

Handy als Low Cost 3D Drucker

Professor Jeng Ywan Jeng, Dean of the National Taiwan University of Science and Technology, hat einen 3D Printer entwickelt, der das Display eines üblichen Handys verwendet um damit flüssiges Harz zu einem 3D Objekt auszuhärten. 
Handy als 3D Printer Quelle: (c) 3dprintingindustry.com
Das Verfahren wird durch die Verwendung eines speziell hierfür entwickelten Kunststoffbehälter ermöglicht, der auf das Display aufgelegt wird. Das Licht des Displays durchdringt den Boden des Behälters und kann so jeweils eine Lage des flüssigen Harzes aushärten. Mithilfe einer einzelnen metallischen Z-Achse, wird das Objekt um jeweils einen Layer angehoben.

Es handelt sich hierbei also um eine Abwandlung des DLP Verfahrens, wie es beispielsweise Formlabs und andere Hersteller in ihren 3D Druckern anwenden, die jedoch einen lichtstarken Beamer als Lichtquelle nutzen.
Erstaunlich ist es, dass die geringe Lichtenergie eines Handydisplays ausreichen soll. Ob es auch mit OLED Displays funktionieren kann, bleibt allerdings offen. Auch dürfte das Harz sehr lichtempfindlich sein, um zu funktionieren. Das dürfte im Tageslicht schwierig handzuhaben sein. Das gezeigt Youtube Video jedenfalls wirkt wie eine Animation. Tolle Ideen in dem Bereich gibt es ja zuletzt zuhauf. Ob sie in der Praxis tatsächlich umsetzbar sind, muss sich aber erst noch zeigen.

Montag, 16. März 2015

XYZPrinting Da Vinci AiO - ein Erfahrungsbericht


Seit 4 Wochen arbeite ich mit dem Da Vinci AiO im Härtetest. Nebenher betreibe ich einige RepRap 3D Drucker (Rostock, Prusa I3, One-Up), die ich selbst gebaut habe. Den AiO habe ich letztes Jahr auf einer Messe gesehen und mit einer gehörigen Portion Skepsis betrachtet: Kann ein relativ billiges Fertiggerät aus China wirklich zuverlässig funktionieren und brauchbare Qualität erzeugen?

Der Hersteller

Die Geräte des chinesischen Herstellers XYZPrinting basieren auf einem Plattformsystem, bei dem es verschiedene Ausbaustufen gibt. Der Grundaufbau der Geräte ist jeweils gleich und sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch unterschiedliche Optionen. So gibt es bislang neben dem Basismodell eines mit Dualextruder oder eben wie beim AiO einem 3D Scanner. XYZPrinting hat sich zum Ziel gesetzt, die vielen potentiellen Anwender zu gewinnen, denen bisherige 3D FDM Drucker zu kompliziert und auch zu teuer waren. Aus diesem Grund wurde die Software stark vereinfacht und einige Funktionen wie der Filamentwechsel oder die Kalibrierung des Druckbetts teilweise automatisiert. XYZ Printing ist ein großer chinesischer (Papier) Druckerhersteller und verfügt daher über die Erfahrung und die Anlagen um einen 3D Drucker in industrieller Bauweise herzustellen. Die Da Vinci Drucker sind in den USA wo sie zuerst erschienen bereits heute Marktführer bei den Geräten unter 1000€. Es gibt mittlerweile eine große Community im Netz, die mit Tipps, Tricks und Hacks den Anwender unterstützt.

Lieferumfang

Der Da Vinci kommt mit allem daher was man so zum Drucken braucht. Ein paar kleine Werkzeuge wie eine Messingbürste, ein Prittstift um das Druckbett anzurauhen und anderer Schnickschnack, den man getrost in jedem Baumarkt finden würde. Mitgeliefert wird eine Filamentkassette mit 600g weißem ABS. Die Anleitung ist gedruckt, bunt bebildert und auf Deutsch. Nach dem Entfernen der Transportsicherungen und dem Erstkalibrieren des Druckbetts (muss nicht sein) kann man sofort loslegen.

Die Software

Der DaVinci arbeitet mit einer proprietären Softwarelösung (XYZware), also nicht von Haus aus mit Open Source Lösungen wie Repetier Host etc, beinhaltet aber wohl einen Repetier Kern.
Der spartanische Slicer des Da Vinci erfüllt seinen Zweck
Die Einstellmöglichkeiten sind stark beschränkt. So kann man die Arbeitsgeschwindigkeit nur in Stufen von „langsam“ bis „schnell“ und die Qualität in vier Stufen von „normal“ bis „hervorragend“ wählen. Ein kleines erweiteres Menü erlaubt dann beispielsweise die Einstellung der Layerhöhe.
Was sich zunächst etwas enttäuschend anhört, hat sich in der Praxis gut bewährt. Unabhängig von den Einstellungen war kein Druck jemals schlecht oder undruckbar. Für den Alltag spart die minimalistische Software somit sogar Zeit und Kopfschmerzen beim Finden der optimalen Parameter. Man kann einen Unterbau festlegen ("Raft") für Objekte die nicht gut halten, eine automatische Stützkonstruktion erzeugen lassen, die sich im Test auch als sehr gut und gut wieder entfernbar erwiesen hat und einige andere Parameter einstellen. Hin und wieder begrüßt die Software den Anwender in holprigem Deutsch oder mit chinesischen (oder japanischen?) Schriftzeichen. Das bleibt aber eher die Ausnahme und kann durch Updates natürlich verbessert werden.
Nach dem Slicen erhält man noch ein paar Infos zum bevorstehenden Druck
Hin und wieder will das System auch die Druck Software oder die Firmware aktualisieren. Dies funktioniert reibungslos und geht schnell. Es gibt allerdings Berichte im Internet, dass die Software hierbei "Nach Hause" telefoniert und womöglich Angaben zu dem Gerät ungefragt überträgt. Das tut zwar keinem weh, viele andere Hardwaregeräte tun dies mittlerweile auch,  aber es sollte - sofern es zutrifft dann nur mit Einverständnis des Benutzers geschehen.

Zum Drucker:

Der da Vinci verfügt über eine XYZ Brot und Butter Mechanik, vergleichbar der des Ultimakers. Es gibt ein beheizbares 200 x 200 mm großes absenkbares Druckbett mit Glasauflage und eine Innenbeleuchtung. Es konnten im Laufe des Tests keinerlei Defekte oder Ermüdungen festgestellt werden. Alle Baugruppen sind aus solidem Metall oder Kunststoff. Wem etwas nicht gefällt oder wem ein Teil kaputt geht, kann mittlerweile fast alle Ersatzteile bei Thingiverse finden, diese kostenlos herunterladen und sich somit den Rückversand zum Anbieter ersparen oder den Drucker sinnvoll aufrüsten.
Der Drucker verfügt über ein allseitig geschlossenes Gehäuse – was beim Arbeiten mit verflüssigtem Kunststoff aufgrund entstehender Dämpfe und heißer Baugruppen im Inneren gut für die Gesundheit ist und Kinder davon abhält hinein zu greifen. Allerdings ist das Gehäuse mit einigen Durchbrüchen versehen, also nicht 100%ig dicht. Wer da wegen Dämpfen Bedenken hat, kann die paar Schlitze jedoch abkleben oder anderweitig schließen.
Der Drucker kann zwar laut Datenblatt ABS und PLA, jedoch wurden PLA Filamente weder vom Hersteller angeboten noch waren sie auf dem Markt verfügbar. Das mag daran liegen, dass PLA und ABS eigentlich unterschiedliche Hotends benötigen, damit sie nicht verstopfen. Wer ABS kann will aber nie wieder zu PLA zurück. ABS sieht im Ergebnis besser (da glatter) aus, es ist im Gegensatz zu PLA temperaturbeständiger (PLA erweicht schon um die 60°) und PLA wird mit allen nur erdenklichen Zusätzen verkauft (elastisch, leuchtend,elektrisch leitend ) so dass man hier der Düse einen Bärendienst tut, da die Zusätze als verschmorte Schlacke mit der Zeit jedes Hotend zusetzen und die Düse verstopfen.
Der Da Vinci AiO in meiner Frickelbude..
Negativ: Der Drucker ist recht laut. Zumindest unter den Drucker sollte man eine dämmende Matte o.ä. platzieren. Die lauten Laufgeräusche können evtl. mit IGUS Kunststoff Gleitlagern und anderen Mitteln gedämmt werden. Auch eine Innendämmung des Gehäuses wäre machbar.
Auch die Lüfter sind zu laut und dröhnen in jeder Situation fast mit voller Lautstärke.
Trotz des nur teilweise geschlossenen Gehäuses dringt kein ABS Geruch nach draußen.
Das Wechseln des Filaments ist als Funktion im Drucker integriert und funktioniert recht reibungslos. Auch die halbautomatische Druckbettkalibrierung ist eine nette Funktion. Leider arbeitet sie nicht immer zuverlässig und die Einstellung über drei Schrauben ist etwas fummelig. Hier ist noch Verbesserungspotential.
Ansonsten wird der Drucker am USB Port des PCs schnell und sicher erkannt. Hat man einen Druckauftrag abgesendet, speichert der Drucker ihn auf einer integrierten SD Karte im Drucker zwischen, so dass man die Drucksoftware verlassen und das USB Kabel abziehen kann.

Die Druckqualität:

Die Druckqualität ist für die meisten Anwender vollkommen ausreichend und hier beim Testgerät absolut überzeugend, selbst bei näherer Betrachtung. Zwischen der kleinsten Layerhöhe 0,1 mm und 0,2 mm wurden keine optisch sichtbaren Verbesserungen mehr festgestellt, so dass man zumindest bei nicht zu fragilen Objekten die Einstellung 0,2 mm als Optimum für hohe Qualität bei ausreichender Geschwindigkeit nutzen kann. Apropos Geschwindigkeit: Nutzt man die mitgelieferte Software, so ist selbst bei der höchsten Geschwindigkeitsstufe der Drucker nicht aus dem Tritt zu bringen. Sichtbare Einbußen gab es auch bei der höchsten Geschwindigkeitsstufe nicht. Auf der Schulnotenskala ist die Druckqualität selbst bei extremen Einstellungen nie schlechter als eine gute 2 und immer vorzeigbar. Allerdings sind selbst bei langsamer Fahrt und niedrigster Layerhöhe die Schichten Sichtbar und fühlbar. Dies könnte jedoch an den fehlenden Riemenspannern für die X und Y Achse liegen, gelegentliche Artefakte bei Bohrungen deuten darauf hin, dass die Riemen zu schwach gespannt sind. Hier gibt es aber ebenfalls bereits Upgradeteile bei thingiverse, die man sich ausdrucken und gegen die Originalteile tauschen kann, wenn man es denn braucht.
Druckfehler und Artefakte
Teil1: 
Fanduct
Wandstärke <1 mm
Material ABS Pink von 4Prints

Leichte Probleme auf einer Seite bei 0.3 mm Layerhöhe

In 0.1mm ist wieder alles ok

Gedruckt wurde übrigens auf ABS Juice und mit einem Raft. Der untere "wüste" Teil muss also noch entfernt werden.
Teil2: 
Kossel Alt 20x20 Bodenecke 
Material ABS Pink von 4Prints

Delamination bei 0,2mm Layerhöhe. Leichtes Warping. Resonanzschwingung nach den Durchbrüchen in Form einer Nut. Bauteil ist allerdings relativ groß.

Perimeterfehler. Der Infill erreicht nicht den Perimeter. Daher bilden sich Spalten an manchen Stellen und in bestimmten Richtungen. Hier war es die Y Richtung, was für einen losen Antrieb spricht.
Teil3: 
GoPro Adapter
Material ABS Schwarz von XYZPrinting
0,1 mm Layerhöhe: Trotzdem sichtbare Schichten. Ansonsten aber sehr maßhaltig.
Die oben gezeigten Druckfehler sollen jedoch nicht abschrecken, die meisten Drucke sind fehlerfrei gewesen. Vielmehr soll gezeigt werden wo die Grenzen des Da Vinci liegen und mit welchen Problemen man rechnen muss. 
Um dem Warping vorzubeugen liefert der Hersteller einen Prittstift mit. Dieser wird vor dem Drucken benutzt um das Druckbett einzustreichen. Das klappt bei kleineren Teilen ganz passabel, ist aber bei längeren, ausladenden Druckobjekten nicht geeignet gegen das Warping. Nach einigen Versuchen wurde auf ABS Juice (Acteon mit etwas ABS) umgeschwenkt. Hier kam es zu keinerlei Warping mehr und die Unterseite wurde schön glatt.
Der Da Vinci fährt übrigens erst die Perimeter ab und DANN den Infill. Ich mache das bei RepRap Druckern im Repetier Host immer umgekehrt und bekomme so eine bessere äussere Oberfläche. Evtl. ist dies auch ein Grund dafür, warum bei jeder beliebigen Layerhöhe die Ausdrucke sichtbare Schichten aufweisen. Hier kann aber nur weiteres Abtauchen in die Materie Klarheit schaffen bzw. der EInsatz eines externen Slicers mit vollem Umfang. So ein Projekt gibt es übrigens und zwar unter: 
http://voltivo.com/forum/davinci-software/224-xyzware-open-mod

Allerdings ist es ein Stop and Go Projekt, da die Softwareupdates des Da Vinci Druckers die Funktion eines extrenen Slicers manchmal erlauben und manchmal nicht. Man muss sehen wie sich das weiter entwickelt.

Das Filament:

Bei allen Geräten des Herstellers XYZPrinting muss der Anwender vorgefüllte Kassetten – ähnlich den Druckpatronen beim Tintenstrahler - erwerben um drucken zu können. Dies erweckt beim ein oder anderen Ablehnung, da er befürchtet am langen Ende draufzuzahlen. Auch sind nicht alle exotischen Filamente der Welt bei XYZPrinting verfügbar.
Zumindest der letzte Punkt dürfte über die Zeit vom Hersteller oder Drittanbietern in Zukunft behoben werden. Auch ist es möglich, das Kassettensystem zu umgehen, indem man beispielsweise die Kassette einlegt, aber ein anderes Filament in das Hotend einfädelt. Das führt allerdings dazu, dass die volle, unbenutzte Kassette dann irgendwann mal vom Chip als „Leer“ betrachtet wird und nicht weiter verwendbar ist. Aber immerhin: Ohne das Gerät zu verändern ist dieser Hack möglich.
Es gibt auch Resetter, die die Zählchips zurück setzen und eine unbegrenzte Verwendung ermöglichen. Hiervon würde ich jedoch abraten, da der Hersteller durch regelmäßige Updates von Software und Firmware solches Treiben zu unterbinden sucht und man sich im schlimmsten Fall den Drucker blockiert.
So schön wie es ist, im Dunkeln leuchtende oder elastische Filamente zu verarbeiten – wer weiß schon genau was sich darin für Inhaltsstoffe befinden? Ob die Dämpfe schädlich sind oder nicht? Ob die Zusatzstoffe die Druckdüse verstopfen usw. Das Internet ist voll von Postings von Bastlern, die billiges Ramsch Filament von Ebay und Co. verwenden und sich dann beschweren, dass das Ganze nicht funktioniert, das Filament nicht maßhaltig ist usw. Verstehen muss man hier auch den Hersteller, der die Garantie für ein Gerät abgeben muss und nicht für jedes in einer Hinterhofküche zusammen gepanschtes Recycling Filament gerade stehen will. Ich tanke in mein Auto schließlich auch kein ranziges Frittierfett, obwohl es ginge und sogar billiger wäre.
Getestet wurde schwarzes und weißes ABS Filament des Herstellers, sowie pinkfarbenes ABS Filament einen chinesischen No-Name Herstellers. Alle Sorten ließen sich einwandfrei drucken. Die gedruckten Objekte sind von hoher Qualität. Lediglich die Lamination der einzelnen Layer war bei allen Filamenten nicht so perfekt, wie sie hätte sein können. Dies kann aber sicher zukünftig über Firmwareupdates besser gesteuert werden. Die Filamente waren farbecht, Zuführprobleme gab es in 150 Stunden Testdauer nie, auch hat sich die Düse nie zugesetzt, obwohl nach jeweils 25 Betriebsstunden die Aufforderung hierzu erfolgte, ihr aber aus Gründen des Hardcoretests nicht Folge geleistet wurde...

Der 3D Scanner:

Zum 3D Scannen kam es bislang noch nicht allzu häufig, allerdings sollte man von dem Laserscanner keine Wunder der Präzision erwarten. Scanobjekte müssen möglichst weiß, matt und wenig komplex geformt sein um halbwegs vernünftige Ergebnisse erzielen zu können. Die Auflösung gibt der Hersteller mit 0,25 mm an – ein H0 Eisenbahnwaggon kann man mit diesem Scanner nicht in akzeptabler Qualität erfassen. Ein Gegenstand wie ein Teller oder Duplosteine sind hingegen kein Problem. Allerdings ist nach dem Scannen Nacharbeit mittels Software angesagt. Da überlegt man sich dann doch schon mal ob es nicht sinnvoller wäre das Ganze in der CAD neu anzulegen. Trotzdem ist es „ganz nett“ so einen Scanner an Board zu haben, es wäre auch denkbar, dass die Auflösung sich später per Firmwareupgrade oder Hack doch noch verbessern lässt.

Can we hack it? YES we can!

Wer es mag kann den AiO hacken bis zum Gehtnichtmehr. Alle Hardware ist Baumarkt/Conrad Standard und wer mit einem RepRap Basteldrucker umgehen kann, der kann auch hier seine Freude daran haben und alle Komponenten nach Lust und Liebe tunen, umbasteln. Schrittmotoren, Antriebe, Hotend – alles ist von der Stange und kann umgerüstet werden. Wie gesagt nur für dem der es mag. Dafür bekommt man dann aber ein solides, gut gebautes Gerät mit Gehäuse was beim Selberbastelen, rechnet man die Arbeitszeit mit ein, für diesen Preis schlicht nicht möglich ist. Und dann hätte man immer noch ein Bastlergerät, ein Unikat und keinen industriell gefertigten 3D Drucker. Also auch für solche Nerds wie mich die sich gerne mal einen Deltadrucker bauen, kommt Freude auf. ALLES am Da Vinci lässt sich hacken und verändern, das Internet ist voll mit Tricks und Hacks und Umbauten – bitte aber auch immer an die Garantie denken..

Community und Links

Aufgrund des großen Verkaufserfolgs der Da Vinci Drucker in den USA und England haben sich bereits jetzt sehr viele Usergruppen, Foren, Blogs usw. gebildet, die helfen Unzulänglichkeiten des Geräts zu beheben, es zu verbessern oder zu tunen. Hier mal ein paar Beispiele:
thingiverse: Alle möglichen und unmöglichen Ersatzteile für den da Vinci
zum Nachdrucken

Ersatzteile & Tuningteile aus dem 3D Drucker:
http://www.thingiverse.com/Maboo/collections/da-vinci-printers

Da Vinci User Group bei thingiverse:
http://www.thingiverse.com/groups/da-vinci-user/topics

FAZIT:

Der Da Vinci AiO hat bislang rund 200 Betriebsstunden ohne jegliche Störungen absolviert. Er wurde nicht geschont und nicht zu häufig kalibriert, die Düse gereinigt etc. Die gedruckten Objekte reichten von kleinen Bauteilen bis zu ca. 100 x 100 mm Grundfläche. All dies hat er erfolgreich gemeistert. Nie kam es zu Abstürzen, Fehldrucken etc. Der Da Vinci ist nach diesen Erfahrungen ideal für Schulen, Labors, kleine Betriebe und eben auch Privatleute. Der Aufbau ist erheblich robuster als man es für ein chinesisches Produkt erwarten würde und er ist auch erheblich robuster ( in der Handhabung ) als sämtliche RepRap Konstruktionen, die mir bislang begegnet sind.
Der Da Vinci AiO ist ein Topangebot für Einsteiger, aber auch Profis, die bei diesem Preis nichts verkehrt machen können. Der Aufbau des Drucker ist professionell und solide. Kleinere Schwächen lassen sich allesamt durch selbst gedruckte/gebastelte oder kaufbare Upgrades beheben. Die Bedienung ist denkbar einfach, das Druckwerk robust und die Qualität der Drucke stets gut bis sehr gut.
Wer absolute High End Ergebnisse erzielen will ( 0,1 mm Schichtstärke und darunter) sowie keine sichtbaren Layer, muss entweder das Gerät tunen oder sich eben doch eines selber bauen oder für ein Vielfaches kaufen. Für den Kaufpreis liefert der Da Vinci sehr gute Ergebnisse und braucht sich vor wesentlich teureren Druckern nicht zu verstecken.
Das Filamentkassettensystem hat durchaus seine Berechtigung und bietet auch Vorteile. Die Preise für die Kassetten bewegen sich im Rahmen. Das Filament ist durch die Kassette vor Staubauftrag und Feuchtigkeit geschützt. Man weiß, was man da verarbeitet. Und wenn es unbedingt sein muss, kann man es auch umgehen.
Der 3D Scanner ist ein „Nice to have „ Feature. Für dem Aufpreis von rund 200€ sollte man schwach werden, denn wer einen Papierdrucker hat, wird froh sein, wenn er mit dem Gerät auch hin und wieder scannen kann. Wunder sollte man von dem 3D Scanner aber nicht erwarten. Für feinste Strukturen müsste man einen Scanner kaufen der ein Vielfaches des gesamten AiO kostet.
Wer unbedingt sparen will, oder sich sicher ist,d ass er nie einen solchen 3D Scanner benötigt, kann ja zum ansonsten baugleichen Basismodell Da Vinci 1.0 für knapp 600 € greifen.

Selbst bei einem Preis jenseits der 1000€ wäre der Da Vinci AiO ein guter Kauf, so ist er ein echtes solides Schnäppchen, das viel Freude bereitet und wesentlich besser ist als aufgrund des Kampfpreises vermuten würde. Der Da Vinci, ob mit oder ohne Scanner oder Dualhead, ist ein echter Ultimaker Killer zu einem unschlagbaren Preis.
Der AiO hat für mich etwas vom guten alten AMIGA oder C64: Eine preiswerte Basis mit der man bereits von der Stange her sehr gut arbeiten kann und das Bastelpotential für alle die, die mehr aus ihrem Gerät herauskitzeln wollen.

Bezugsquelle (Amazon, Ebay, Omtec): http://t.co/MkEtkWkDzV

Herstellerangaben:
Technische Daten & Systemanforderungen:


Abmessungen (BxHxT): 46.8 x 51 x 55.8 cm
Verpackungsabmessungen: 56 x 59 x 70 cm
Verpackungsbruttogewicht: 60.6 lb / 27,5 kg


Technologie: FFF (Fused Filament Fabrication)
Maximales Produktionsvolumen (BxTxH): 20x20x19cm


Druckmodus: Fein 0,1 mm (100 μm), Standard 0,2 mm (200 μm), Schnell 0,3 mm (300 μm), Ultraschnell 0,4 mm (400 μm)


Druckkopf: Einzeldüse
Düsendurchmesser: 0,4 mm
Filamentdurchmesser: 1,75 mm
Print-Material: ABS/PLA


Display: Paneltyp 2.6" FSTN LCM


Sprache: Englisch, Japanisch, Französisch


Konnektivität: USB 2.0


Scanner Technologie: Spaltlasertriangulation, Dual-Scan-Engine, 2 Megapixel Kamera und Laserdiodenmodul
Scangröße (Ø x H): 15x 15cm
Scangenauigkeit: 0.25 mm (250 μm)
Scan-Auflösung: 0.25 mm (250 μm)
Drehscheibentragkraft: 6.6 lb / 3kg (Max.)


Software: XYZware
Dateitypen: STL, XYZ-Format(.3w)


Unterstützte Betriebssysteme:
Windows XP (.Net 4.0 erforderlich), Windows 7 und aktueller ( Für PC)
Mac OS X 10.7, 10.8, 10.9, 64 Bit ( Für Mac)
Hinweis: VGA-Standardtreiber im Betriebssystem sowie Grafikkarten, die OpenGL 2.1 nicht unterstützen, können zu unvorhersehbaren Fehlern bei XYZware führen.


Scan-Software: XYZscan
Dateitypen: .stl , .das Format


Unterstützte Betriebssysteme:
Windows XP (.Net 4.0 erforderlich), Windows 7 und aktueller ( Für PC)
Mac OSX 10.8, 10.9 64-bit ( Für Mac)


Hardware
Hardwareanforderungen (Für PC / MAC)
X86-kompatible (32/64 Bit) PCs mit 4 GB+ DRAM (für PC)

X86-kompatible (64 Bit) Macs mit 4 GB+ DRAM (für Mac)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Der billigste 3D Drucker der Welt im Eigenbau - ein Erfahrungsbericht Teil 1

Der QU BD OneUP gilt als der derzeit billigste 3 D Drucker der Welt. Im Rahmen einer Kickstarter Kampagne wurde er Ende 2013 vorgestellt.
Ich wollte zwar einen haben, kam aber zur Kampagne zu spät und hatte noch etliche andere Perks laufen, so dass der OneUp sich erst mal hinten anstellen musste.
Hier der damalige Trailer:


 Hier die technischen Daten:




Glücklicherweise hatte mein Freund Lorenz sich hinreißen lassen, aber wie erwartet keine Zeit den Bausatz auch zum Laufen zu bringen. So erreichte mich das Paket mit dem Brocken erst im Oktober 2014. Gleich am nächsten Tag machte ich mich an die Arbeit.
Der OneUp ist ein kartesischer REPRAP Klon in Kleinformat. Wie bei vielen US 3D Druckern besteht das Chassis aus gelaserten MDF Platten. Das mag ich eigentlich nicht, da es bei Kontakt mit Wasser gerne quillt und sich auch mäßig bohren lässt, aber so war nun mal der Deal.
Der OneUp wird aktuell als Kit immer noch für 199 US $ ohne Fracht, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer angeboten.
Der Anbieter QU gilt bei vielen Foristen als nicht besonders zuverlässig, was Liefertermine und Service angeht. Die kleine Firma aus Little Rock in Arkansas ist aufgrund ihrer Low Cost Politik, zu schnell gewachsen und kommt mit der Organisation nicht so recht hinter her. Wer also auf Service hofft, der sollte sich besser nicht auf den Hersteller verlassen, sondern googeln und in den entsprechenden Foren herum suchen. Das Gerät ist mittlerweile einige Zeit auf dem Markt und etliche bekannte Probleme werden im Internet behandelt. Gut hingegen ist die Open Source Politik des Anbieters. Alle gelaserten Bauteile sind als DXF frei herunterladbar. Mods aus dem 3D Drucker gibt es mittlerweile zuhauf.

Lieferumfang:
Billigster 3D Drucker der Welt im Eigenbau -Tag 5
Im Kit ist alles was man für einen 3D Drucker braucht, also Chassis, Mechanik/Vitamine somit alle Wellen, Gewindestange, Lager, Schrauben und weitere Kleinteile. Weiterhin sind die Schrittmotoren inbegriffen sowie ein sogenanntes Anubis Hotend. Brandaktuell zum damaligen Zeitpunkt ist der Arduino basierende Controller mit dem gewohnt unaussprechlichen Namen „Teensyduino“. Dieser verfügt über alle notwendigen Ein und Ausgänge für Thermistoren, Hotend, Heated Bed und integrierte Pololus zur Schrittmotorsteuerung.
Das kleine Netzteil des 3D Druckers liefert 100 Watt
Auch ein 100W Netzteil liegt dem Paket bei. Es verfügt über eine Art Autosense (oder hat einen entsprechend großen Eingangsbereich), so das automatisch 110V oder 230V erkannt wird, leider passt das beigelegte Netzkabel aber nicht in deutsche Steckdosen. Leider ist auch hier keinerlei vorschriftsmäßiger Betrieb möglich, da weder eine galvanische Trennung USB Port und Netzteil von einander abschirmt, noch ein Ein/Ausschalter vorhanden ist, geschweige denn eine EMV gerechte Abschirmung. Daher sind aber solche Bausätze eben immer nur als Kit erwerbbar und werden auf eigenes Risiko des Betreiber benutzt.
Netzteil und Controllerboard werden auf einem eigens gelaserten Brett befestigt. Das klappt ganz gut und sorgt dafür, dass der Kabeldickicht überschaubar bleibt. Allerdings nimmt das lange Brett recht viel Platz weg und man gerät ins Grübeln wie man dies kompakter gestalten könnte. Einige User sind auf die Idee gekommen, den Controller oben auf dem Netzteil zu befestigen, Dadurch erhält man eine kompakte Box mit der ganzen Elektronik. Zunächst einmal wird es aber so aufgebaut wie es vorgesehen ist, denn derzeit muss ständig am Controller etwas eingestellt und gesteckt werden.

Aufbau und notwendige Nacharbeiten

Den Aufbauprozess erspare ich dem Leser an dieser Stelle. Es gibt ein ordentliches Aufbau Manual auf der Herstellerseite, das so umfangreich und mittlerweile häufig überarbeitet ist, dass der Zusammenbau für einen erprobten Bastler problemlos ist.

Bodenplatte (weiß) aus dem 3D Drucker
für den 3D Drucker
Probleme bereitet jedoch die etwas chaotische Firma die dem OneUp herstellt. Im Paket fehlten Teile und ein MDF Teil war nicht vollständig gelasert, musste also per Hand nachgebohrt, gefeilt und gesägt werden. Das fehlende Bauteil wurde mit Hilfe von Thomas 3D Ducker im Hackerspace Frankfurt tief in der Nacht ausgedruckt. Hierzu nahm man die vorhandene DFX Datei und extrudierte sie auf 5 mm Höhe in SCAD. Das Ergebnis – eine Bodenplatte für dem Extruder – in ABS war perfekt und maßhaltig, so dass es nun endlich zum finalen Aufbau weiter gehen konnte. Hierfür nochmals recht herzlichen Dank an die kompetente und hilfsbereite Mannschaft vom Frankfurter Hackerspace und hier insbesondere Thomas von Datensucht.de der bis 3 Uhr nachts an den Teilen mit mir saß!
Gedruckte Distanzhalter
Die Außenseite des Linearlagers wurde von mir mit blauem Tape beklebt und dann mit Sekundenkleber an den Distanzstücken befestigt. Da der OneUp nur an einer Seite mit einer Spindel arbeitet, hängt ein Großteil des Gewichts an der gegenüberliegenden Seite des X Schlittens. Sind die Lager nicht bombenfest am Rahmen befestigt, führt die zu zusätzlichem Spiel. Das Problem ist bekannt und es gibt einige weitere Kniffe und Mods wie man diesen Umstand billig und mit wenig Aufwand beheben kann. Von Haus aus, ist dieses Problem jedoch nicht gelöst!
  Eigentlich halte ich von diesen Kabelbinder Befestigungen rein gar nichts! Deren Zweck ist es - der Name sagt es ja bereits, KABEL zu befestigen. Ein Linearlager oder eine Welle, die präzise reproduzierbare Ergebniss liefern sollen, kann man doch nicht ernsthaft mit einer Plastikschlaufe fixieren!
....doch man kann...
Bei einem Preis von 199 US $ sollte man wirklich keine Wunder erwarten. Allerdings sind auch die mitgelieferten Kabelbinder an sich chinesischer Billigschrott. Daher investiere man wenigstens in ein paar ordentliche Nylon Kabelbinder aus deutschen Landen.
Billiger 3D Drucker- Kabelbinder wohin das Auge blickt...
  Gespart wurde beim OneUp an allen Ecken und Enden. So findet sich nicht einmal eine klitzekleine Kupplung zur Verbindung von Welle und Schrittmotorspindel. Stattdessen empfiehlt der Anbieter, die Welle auf die zuvor entfettete und mit Loctite Blue bestrichene Schrittmotorwelle aufzuschieben. Die Antriebswelle der Z-Achse ist nämlich innen hohlgebohrt und das Ganze arbeitet wie eine Art Passung. Da man seinen Drucker gerade am Anfang immer mal wieder auseinander nehmen muss, schreckte ich hiervor zurück. Auf Empfehlung von Michael aka Hardwarekiller vom Hackerspace FFM verwendete ich statt Loctite Blue Sekundenkleber, denn der löst sich angeblich bei 100 °C wieder auf - Schaun mer mal ;-)
Spindel direkt auf Stepper aufgeschoben
  Hier ein Blick auf die nachträglich angebrachten optischen Endschalter. leider konnten Sie nicht zum Einsatz kommen, da zunächst die Firmware nicht zu flashen war und die entsprechenden Voreinstellungen zur Logik invers waren.


 Hierbei stellte sich ein Designfehler heraus, der die Führungswellen der Z-Achse positionierte. Mithilfe von ausgedruckten Distanzhülsen ließ sich der Fehler beheben. Das Problem ist bekannt und wurde wohl in späteren Revisionen behoben. Ich hatte wie gesagt eines der ersten Kits vorliegen, bei dem dies noch nicht so war.
Auch der Druckbereich der Y-Achse entspricht nicht den angegebenen 100 mm. Bei 80 mm ist Schluss. Wer mehr will muss einen Teil des Druckbetthalters absägen oder abfeilen. Aber auch dieser Konstruktionsfehler soll mittlerweile behoben sein.

Der billigste 3D Drucker der Welt nach 10 Tagen Bastellei
Ist der Zusammenbau erfolgt, erstrahlt der kleine 3D Drucker in einem Art Cyber Punk Design und die schwarzen MDF Platten wirken auf einmal gar nicht mehr so sehr nach Roller Billigmöbel. Das hohe Eigengewicht des Druckers verleiht ihm zusammen mit der Kompaktheit eine ungeahnte Stabilität. Lediglich die unverklebten Gehäuseteile erwecken nicht das Vertrauen beim belasten, da sie durchaus Spiel haben und nach erfolgreicher Inbetriebnahme wohl doch lieber feste zusammengefügt werden sollten – vielleicht auch mit wieder lösbaren Schrauben.

Nachdem der Zusammenbau der Mechanik und der Elektronik erfolgt ist, wenden wir uns der Firmware des kleinen Arduino Boards zu (Hier geht es zum Download Link der aktuellen Firmware). Diese könnte veraltet sein und sollte daher aktualisiert werden. Aber auch um spätere Anpassungen durchführen zu können, wird es notwendig sein, die Änderungen und Libraries in die Arduino IDE einzubinden, da man ansonsten keine Zugriff darauf erhält. Weiterhin brauchen wir unbedingte einen Treiber für Windows, da der Controller sonst nicht erkannt wird. Leider ist dies alles fummelig und Handarbeit. Am besten bekommt man das in diesem (englischen) Video erklärt.

Der Controller
Bei dem mitgelieferten Board handelt es sich um eine Printrboard Variation. Diese ist schön kompakt und enthält alles was der 3D Drucker an Ein und Ausgängen braucht. So ist zum Beispiel ein SD Karten Lesegerät vorgesehen. Schrittmotorendstufen sind integriert und laufen ohne Kühlkörper ohne warm zu werden. Weiterhin ist native USB Unterstützung integriert. Es wird also nicht die serielle Schnittstelle mithilfe eines Hilfschips zur USB umgewandelt, was zu vielen Problemen beim Erkennen des Geräts insbesondere unter Windows führt.
Auf dem Controller befinden sich ebenfalls die Anschlüsse für Endschalter, die jedoch beim OneUp nicht vorhanden, in der Firmware jedoch bereits aktiviert sind. Ebenfalls an Board sind Ausgänge für ein Heated Bed, einen Lüfter, sowie die Eingänge für die Themistoren von Hot End und Heated Bed.
Für den Betrieb des Heated Beds reicht die Leistung des mitgelieferten 100W Netzteils nicht aus, so dass man hier später aufrüsten müsste.
Als CPU kommt übrigens auf dem „Teensylu“ genannten Printrboard Derivat die ATMEL 90USB1286 zum Einsatz.
Blick auf das Board des billigsten 3D Druckers
Das Board hat also alle notwendigen Komponenten hoch integriert bereits dabei. Das Ganze ist recht ausgewogen, nichts wird heiß und auch gegen Fehlbedienungen ist es recht robust. Der Bootloader kann direkt über die USB Schnittstelle überspielt werden, sofern das Board noch erkannt wird. Hier braucht man also nur in Extremfällen eine zusätzliche Hardware zum Überspielen des Bootloaders.

Modifizierte Config Dateien einbinden

Damit die Arduino IDE den Teensyduino überhaupt erkennt, müssen drei Dateien (Hier der Download Link)  in das Arduino Verzeichnis eingefügt werden. BEVOR man das tut, muss allerdings eine Datei auch noch mit einem Texteditor wie Notepad++ bearbeitet und eine Zeile editiert werden. Ganz schön umständlich!
Hat man also die obigen modifizierten Config Dateien heruntergeladen und entpackt (nicht bereits in das Arduino Verzeichnis!!), öffnet man die Datei Boards.txt . Dort sucht man nach dem String:

cdcteensylu.build.core=at90usb1286

Dieser findet sich bei der vorliegenden Version in Zeile 176. Als nächstes entfernt man den Teil hinter dem Gleichheitszeichen und ersetzt ihn mit "teensy", so dass die Zeile 174 dann so aussehen müsste:

cdcteensylu.build.core=teensy

und speichert das Ganze ab. (Zur Sicherheit "teensy" klein schreiben!)
Dann markiert man die drei Dateien aus dem Verzeichnis und kopiert sie in das Arduino Verzeichnis. Hierbei wird man auf Warnungen stoßen, da diese Dateien bereits vorhanden sind. Diese Warnungen ignoriert man und überschreibt die vorhandenen Dateien mit den drei neuen Dateien. Das Arduino IDE Verzeichnis befindet sich zumindest bei mir unter

 (...)\Programme(x86)\Arduino\hardware\teensy

Hier hinein gehören die drei modifizierten Dateien.

Als nächstes folgt das eigentliche Update der Firmware. Die aktuelle Version der Firmware für dem OneUP findet sich unter:


Entpacke die Files in ein beliebiges Verzeichnis und gehen dann in das entpackte Unterverzeichnis in dem die Datei Marlin.ino zu finde ist und rufe diese Datei auf. Sollte sie nicht automatisch mit der Arduino IDE aufgerufen werden, sondern mit Word etc. benutze rechte Maustaste und die Funktion „Öffnen mit“. Verwende zum Öffnen Arduino.exe.

Das sogenannte Sketch wird jetzt mit allen verbundenen Dateien in die Arduino IDE geladen. Im Fall des QB OneUp gibt es zunächst nur eine Einstellung die eventuell geändert werden muss und zwar die Unterscheidung zwischen dem OneUp Model 1 und dem OneUp Model 2.
Zunächst wählt man das Tab mit dem Namen „Configuration.h“. Dies ist die Datei die man am häufigsten mal ändern muss. Die anderen Dateien sind zunächst nicht wichtig.
Der Eintrag findet sich ganz zu Anfang in der Zeile

#define QUBD_MODEL 1 // for One-Up printers
//#define QUBD_MODEL 2 // for Two-Up printers

Der OneUp ist in jedem Fall schreibtischtauglich!
Je nachdem welches Modell man hat, muss man das andere Modell auskommentieren. Dies erfolgt über die beiden vorangestellten Schrägstriche. Will man also, das Modell 1 wählen (das ist der kleinere OneUp mit 100 x 100 mm Druckfläche) stellt man vor den Ausdruck #define etc.  zwei Schrägstriche. Die Zeile ist somit deaktiviert. Umgekehrt muss man eine deaktivierte Zeile durch das Löschend er Schrägstriche wieder aktivieren. Voreingestellt ist übrigens das größere Model 2. Wer das hat braucht also nichts zu ändern!

Nachdem die aktuellste Firmware auf das Printrboard hochgeladen wurde, erhält man am Ende eine Fehlermeldung oder besser eine Warnung:

avrdude: error: buffered memory access not supported. Maybe it isn't
a butterfly/AVR109 but a AVR910 device?

Diese Meldung weist auf ein erhebliches Problem hin, denn die Firmware wurde nicht aktualisiert.
Nach einigen Herumprobieren entdeckte ich, dass die Meldung verschwindet, wenn man den Jumper auf dem Board der mit "Boot" bezeichnet ist brückt, statt ihn wie anderswo im Internet gelesen, offen lässt. Der Upload läuft dann zwar ohne Meldungen ab, aber die Firmware wird scheinbar trotzdem nicht aktualisiert. Zudem wechselte der COM Port bei diesem Vorgehen zwischen COM11 und COM13 hin und her. Eine Lösung war das also nicht.

Da ich mich mit Endstops bei einem solchen Billig 3D Drucker einfach sicherer fühle, habe ich ein paar aus der Bastelkiste genommen und sie verbaut. Es handelte sich um Gabellichtschranken, die ich über Ebay in China mal gekauft hatte. Nun galt es aber der Firmware dies beizubringen. Obwohl der OneUp nicht über Endstops verfügt sind sie jedoch in der Firmware aktiviert. Die sist möglich, da die mechanischen Endstops ausgewählt wurden, die ohnehin immer offen sind und nur bei Kontakt schließen. Nicht vorhandene Endstops werden somit so behandelt als seien sie einfach noch nicht gedrückt und somit der Schaltkreis geschlossen worden, der Drucker kann also munter in jeder Richtung bis zum Sank Nimmerleinstag laufen. Letztlich stößt dann die Achse jedoch irgendwo dagegen und der Schrittmotor drückt den Aufbau kaputt. Da ich es auch schon erlebt habe, dass 3D Drucker abgeschmiert sind und falsche Skalierungen übernommen haben, ist es mir lieber, wenn es wenigstens eine Chance gibt, dass der Drucker in einem unbeaufsichtigten Augenblick nicht den Aufbau zerstört. Zumal der OneUp aus Pressholz und Kabelbindern besteht und nicht wirklich so robust ist wie ein echter Metallaufbau. Meine Empfehlung: Die Endschalter sollte man dem OneUp spendieren!

Ein Schwachpunkt des Kits sind die üblen Schrittmotoren. Die namenlosen Stepper sind schwer, klobig, laufen laut, sehr rau mit einem mahlenden Geräusch und scheinen zudem einen großen Stromhunger zu haben. Der sehr ruppig laufende Motor der X-Achse wurde jedenfalls durch ein aus einem anderen Projekt übrig gebliebenen Wantai Schrittmotor ersetzt. Dies war ein Unterschied von Tag und Nacht. Auf einmal surrte die X-Achse statt wie zuvor sprunghaft und unter lautem Scheppern den Gurt in Bewegung zu setzen.

Schrittmotoren taugen nichts

Wer kann, sollte alle Schrittmotoren gegen halbwegs vernünftige tauschen. Die mitgelieferten sind – ohne Messwerte erhoben zu haben – minderwertige Modelle.
Rechts mitgelieferter Stepper, links Wantai im Vergleich
Apropos X-Achse und Gurt: Die Befestigung des Antriebsriemenss soll recht abenteuerlich durch doppelseitiges Klebeband oder Sekundenkleber erfolgen, wobei die Rückseite des Gurts mit dem Extruder verbunden werden soll. Das das nicht vernünftig halten kann, sollte eigentlich klar sein. Noch dazu wenn das Gerät keine Endschalter hat und hin und wieder mal der X Schlitten gegen das Chassis drückt. Eine bessere Lösung ist da wohl die Verwendung eines komplett neuen Extruders mit entsprechender Befestigungsmöglichkeit für den Riemen.

Leider liefen die Achsen scheinbar alle in die verkehrt Richtung. Warum das bei einem abgestimmten Kit so sein muss, ist mir schleierhaft. Jedenfalls führte das zu Fummeleien in der Firmware, die dutzende Male raufgeladen, geprüft und korrigiert werden musst. Eine ärgerliche, unnötige Zeitverschwendung.
Einstellen kann man die Achsen üblicherweise in configuration.h:

#define INVERT_X_DIR false    // for Mendel set to false, for Orca set to true
#define INVERT_Y_DIR false    // for Mendel set to true, for Orca set to false
#define INVERT_Z_DIR false    // for Mendel set to false, for Orca set to true

Dort ändert man entsprechend den Wert von False auf True und umgekehrt, je nachdem was man dort vorfindet. Bei der Y-Achse kam hinzu, dass die Endstop LED permanent leuchtete und auch kein Signal ausgelöst wurde, wenn die Schranke durchfahren wurde. Durch Vertauschen mit den anderen Endschaltern konnte festgestellt werden, dass das Problem beim Controller liegt. Sei es hardwaremäßig oder ein Eintrag in der Firmware. Aber da das für das Drucken an sich nicht bedeutend war, wurde der Ursache nicht weiter auf den Grund gegangen um weiter zu kommen.

Ein neues Problem gesellte sich plötzlich beim Verdrahten und Einrichten der optischen Endstops hinzu: Zunächst wurde der Firmware Upload immer langsamer, bis zu 5 Minuten dauerte die Prozedur. Dann bliebt die Arduino IDE beim Upload einer geänderten Firmware einfach stehen.
Da blieb nichts anders übrig, als das Programm abzubrechen. Hiernach ging dann nichts mehr. Windows erkannte zwar das eingesteckte Device ordnungsgemäß auf COM 11 und meldete dass das Gerät einwandfrei funktioniere, aber weder Repetier Host noch die Arduino IDE konnten darauf zugreifen. Der integrierte Seriell zu USB Wandler funktionierte scheinbar noch, aber die Firmware und / oder der Bootloader taten es nicht mehr. Also Rechner ausschalten neu hochfahren, andere Kabel verwenden, die Endstops abziehen etc.,. Nachdem der Rechner heruntergefahren wurde, meldete er, dass 11 Windows Updates anstünden. Nach dem erneuten Hochfahren und installieren der Updates konnten dann auch Repetier und die Arduino IDE auf das Board wieder zugreifen!
Die USB Schnittstelle des Arduino ist und bleibt ein unzuverlässiger Zugang , zumindest unter Windows.

Nachtrag:
Kritischer Punkt beim Flashen der Firmware ist und bleibt die COM Schnittstelle.
Die einzelnen Teensy Boards unterscheiden sich je nach Version erheblich. In diesem Bericht lag das (alte) schwarze Board vor in einer Revision D.
Auf diesem Board befindet sich eine Steckbrücke mit der Bezeichnung "Boot", sowie ein kleiner Reset Taster.

WICHTIG: Um die Firmware uploaden zu können ist folgender Ablauf erforderlich:
Bootjumper setzen-> Reset auf Board->Firmware uploaden->Bootjumper entfernen->Reset-> Fertig!

Aktueller Stand:
Der mechanische Aufbau ist praktisch abgeschlossen. Die elektrischen Verdrahtungen sind gelegt.
Probleme macht jetzt der Controller, der sich nicht flashen lässt. Hierdurch können falsche Einstellungen wie die Umkehrung der Drehrichtung der Schrittmotoren, die optischen Endschalter usw. nicht korrigiert werden. Ich benötige jetzt Hilfe um den Controller wieder fit zu bekommen, oder muss einen neuen beschaffen.
Erledigt, siehe oben!


Fortsetzung folgt!

Links:

Controllerboard (Printrboard basierend auf Teensylu):

Installation Firmware:

Download Teensyduino ( Teensy USB Treiber - unbedingt installieren!)

Teensyduino Modified Config Files (Werden zum Flashen benötigt! )

One/Two-Up Updated Firmware
https://github.com/QU-BD/Up-Marlin/archive/Marlin_v1.zip

Supportforen:

OneUP Support Forum:
http://www.fabric8r.com/forums

Printrbot Forum (Sehr interessant da der OneUp ein selteneres Derivat ist)
http://www.printrbottalk.com/forum

Samstag, 21. September 2013

Der Preachy - ein STL Drucker für unter 100 US$?

Das klingt fast zu gut um wahr zu sein. Ein Stereolithografie Drucker, der keine 100 US$ kostet und auch noch sehr gute Ergebnisse liefert?
Aber die plausible Demo auf Kickstarter zeigt, dass es wohl möglich ist.
Rylan Grayston lässt die Hosen runter und erklärt die Funktionsweise seiner Erfindung en detail. Und die hat es in sich. Stat auf Microcontroller zu setzen, hat Rylan gleich den ganzen Computer eingespannt. Über den Lautsprecherausgang werden die Signale für die Spiegel gesendet, die den Laser steuern. Dort werden dann über kleine Magnetspulen die X und Y Achse kontrolliert - Sehr clever!

Das spart ihm Schrittmotoren, RAMPS, Polous usw. Um auf der Z-Ebene das flüssige Harz anzuheben, verwendet er schlichtes Salzwasser. Dies hat eine höhere Dichte als das Harz und sorgt somit für einen Auftrieb. Ein Tropf sorgt kontinuierlich für Nachschub. Die einzelnen Tropfen werden dabei mit einem simplen Kontakt elektrisch ausgewertet und über den Mikrofoneingang zurück gegeben. Auch ein genialer Schachzug!
Die gezeigte Modelle sind allesamt von hoher Qualität, der Preis ein Hammer und das ganze Gerät nur Handtellergroß. Der Rest sind dann nur noch Behälter für Wasser und Harz. Wenn das wirklich so funktioniert, dann ist das mit Abstand die cleverste Methode des Jahres, wenn nicht überhaupt im Bereich der Consumer 3D Drucker, Das beste daran: Es ist Open Source!
Ein echter Paukenschlag und so sind innerhalb weniger Stundne bereits über 60.000€ zusammen gekommen. Hut ab Rylan!

Mittwoch, 11. September 2013

Das beste 3D Drucker: Business & Technik Buch, das es je gab

3D Drucker - Business und Technik, ist das derzeit aktuellste und umfangreichste Buch zum Thema 3D Drucker auf dem deutschen Markt. Das Komplettwerk, fasst die wichtigsten Passagen einzelner Bände vom selben Autor zusammen und gibt einen aktuellen Überblick über Markt und Technik dieses sehr unübersichtlichen Feldes.

Woman in Red:  Quelle  3D Drucker Business&Technik

Erläutert werden technische und kaufmännische Aspekte dieses neuen, dynamischen Marktes. Der Leser soll in die Lage versetzt werden, sich über die wesentlichen Eckdaten des heutigen 3D Drucker Marktes informiert zu sein und über eine Geschäftstätigkeit auf Grundlage seiner Informationen in ihm zu entscheiden zu können. 
Informationen über 3D Drucker sind zwar auch im Internet auffindbar, aber die wirklich aktuellen sind meist nicht auf Deutsch verfügbar (Englisch, aber auch Französisch, Spanisch und Russisch, sowie verschiedene asiatische Sprachen). Der 3D Drucker Markt ist ein eindeutig globales Phänomenen und muss auch als solches betrachtet werden um ihm gerecht zu werden.
Dem Autor ist gelungen, diese sehr fragmentierten und über viele Kontinente und Sprachen verstreuten Informationen erstmals zu bündeln und zusammen zu tragen. Ergänzt werden diese Darstellungen um eigene berufliche Erfahrungen  als Prototypen Entwickler in der Elektronikbranche oder im RepRap Projekt und Nutzer von 3D Druckern
Viele Informationen, aber auch viele Anschauungsmaterial: Quelle 3D Drucker Business & Technik
In der Professional Edition umfasst es über 420 Seiten mit rund 70 farbigen Abbildungen. Die gekürzte, preiswertere Student Edition kommt in s/w mit immerhin noch 355 Seiten für 39€ in die Regale.

Beziehen kann man 3D Drucker: Business & Technik  über den Buchfachhandel oder Amazon unter:


Student Version
355 Seiten, ca 50 Abbildungen s/w
ISBN-10: 1491202998
ISBN-13: 978-1491202999
Preis 39€, bester Preis siehe Link Amazon

Professional Version
420 Seiten, 70 Abbildungen farbig
ISBN-10: 1492360031
ISBN-13: 978-1492360032
Preis 99€, bester Preis siehe Link Amazon

Samstag, 7. September 2013

Gedruckte Parts für Kossel Mini eingetrudelt

Das war ja fast wieder wie Weihnachten: Aus Kentucky/USA  USA kamen die Teile für den exklusiven Kossel Mini. Da kam Freude auf und schon hatte ich Projekt Nummer 2 am Hals.
Kompletter Satz Kossel Mini Parts 

Kossel  Rahmenhalterung seitlich bedruckt.
 Nur wo Kossel draufsteht ist auch Kossel (mini) drin. Beeindruckend fand ich die BEdruckung des Schriftzuges auf der Seite. Die Auflösung war wohl aufgrund des Zeitdrucks nicht sonderlich hoch, aber alles passt und sieht gut aus.Durch die Abnahme der Parts habe ich mich allerdings verpflichtet den K-Mini zu bauen und zwei Sets ebenfalls kostenlos an 3D Freunde abzugeben. Wer also Interesse an einem kostenlosen Satz Mini Kossel, der melde sich hier bei mir, schreibe einen Kommentar und begründe warum er sowas unbedingt braucht.
Kossel Mini Rahmenhalter
Mir hat schon immer der Aufbau des Rahmens am Kossel sehr gut gefallen. Die Wellen dienen hier nicht mehr als tragende Säulen wie beim Rostock sondern die Gewichtskräfte werden durch die Verwendung von 15x15mm Aluprofilen abgefangen. Außerdem werden die Schwingungen, die im betrieb durch die Motoren entstehen abgedämpft. Leider hat man sich dazu entschieden Linearführungen von Mitsumi oder OpenBeam USA einzusetzen statt wie im ursprünglichen Design vorgesehen, die Schlitten mithilfe von Kugellagern auf den Aluprofilen laufen zu lassen. Da Alu wesentlich weicher als die harten Kugeln der Linearlager ist, käme es so zu einem starken Abrieb und Riefen im Profil, letztlich wäre das auf Dauer unpräzise. Ich sehe aber nicht ein, 120€ für die drei Linearführungen rauszuhauen, also werde ich mir da was anderes überlegen. Zumal ich Linearführungen für absolut überdimensionierten Quatsch für diese Belastungen halte.
Was gabs sonst noch diese Woche? Ach ja, mein Hotend aus Polen ist ebenfalls eingetrudelt. Es war ein billiger Schnapp auf Ebay (http://www.ebay.de/itm/281124894195?var=580204979895&ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1439.l2649) für 27€ inklusive Versand und machte auch optisch einen guten Eindruck. 


Als das Paket dann da war - Lieferung war turboschnell innerhalb von 2-3 Tagen  - , sah alles aber ein bisschen nach Skoda und DDR aus. Ich habe noch nie Messing gesehen, dass korrodiert/oxidiert ist, zumindest nicht ohne die Wirkung von Salzsäure o.ä. Hier aber hatte man es geschafft die Düsenspitze "anzurosten". 

Wie auch immer das ging. Wahrscheinlich ist es gar kein echtes Messing. Auch der Thermokleber, mit dem Thermistor und Heizwiderstand abgedichtet sind, sah irgendwie nach Plastekombinat 1979 aus.
Praxiserfahrungen gab es noch nicht. Die beiden mitgelieferten Adapterstängelchen (M3 Gewindestange gebogen) passen so schon mal nicht für meine Rostock Plattform, das Hotend muss also irgendwie reingefummelt und fixiert werden.
Diskussionen mit dem Zoll gab es übrigens diesmal nicht, der Sendung lag eine Rechnung bei und der Wert war wohl auch zu gering.

Sieht doch schon mal gut aus - mein neues Hotend im Rostock!
Achja, ein Sorgenkind gibt es doch noch. Mein Airtripper´s Bowden Extruder, den ich seinerzeit zusammen mit den Parts für den Rostock Deltaprinter für 19€ auf Ebay geschossen hatte, macht Zicken.
Eigentlich benötigt er zum Abstützen der Motorwelle ein kleines Kugellager mit 4 x 10 x 5 mm.
Oberes Kugellager ist ein klein wenig zu groß - ärgerlich.

Ich bekam aber irgendwie nur 4 x 11 x 5 mm. Dieser eine Millimeter macht nur Probleme, das Teil lässt sich ohne Spannungen aufzubauen nicht am Motor verschrauben. Also muss ich es dann irgendwo noch besorgen, Vorher geht nichts. Ohne Controller geht natürlich auch nix. 2 Stück - einmal RAMPS und einmal Sanguinololu (hey, ich kann´s IMMER noch nicht ohne nachzuschauen RICHTIG schreiben!) habe ich beide in China geordert (über Ebay), da die Chinesen scheinbar, scheinbar noch nie was von Zeitverschiebung gehört haben, ließen zwei verschiedene Anbieter einige Auktionen für diese Controller mitten in der Nacht auslaufen. So kam ich in den Genuß der beiden Teile für 20- 25€ das Stück inklusive (Schnecken-) Versand aus dem Land der aufgehenden Sonne. macht nix, ich bin sowieso noch nicht so weit, da können die Teile auf sich warten lassen. 
Auch 4 Pololus habe ich geordert -Mann allmählich geht das ins Geld - für sparsame 19€ inklusive Versand kommen die demnächst ins Haus, habe vergessen woher. Ebay macht´s möglich.
Das war jetzt ein langer Bericht, aber in der Woche ist viel passiert und es wird noch ein paar sensationell News geben, aber für heute ist erst mal Schluss!

Dienstag, 6. August 2013

Billiger 3D Drucker für unter 200€

Eigentlich für weniger als 200 US$, was ja nochmals weniger als 200€ wäre!
Das Model A6 LT hat eine Bauraumgröße von 110mm x 150mm x 90mm und soll tatsächlich komplett, aber ohne Versand nur 200 US$ kosten! Das sind beim derzeitigen Umrechnungskurs gerade mal schlappe 150 €!!

A6 LT von Makibox
Wermutstropfen: Makibox gibt eine Lieferzeit von 6-10 Wochen plus Versand an!
Achja, Makibox sitzt in Hong Kong...
Der Makibox A6 LT kommt mit einer sehr ordentlichen Aufbau und Gebrauchsanweisung.
Sehr professionelle Aufbauanleitung - zumindest optisch

Ein englisches Video zum Aufbau des Billig- 3D Druckers in nur zwei Stunde kann man hier abrufen:



Technische Daten:
Abmessungen: 290 x 235 x 235 mm
Bauraum 110 x 150 x 150 mm
Düse : 0,4 mm ,0,3 und 0,5 lieferbar
Theoretische Auflösung der Motoren: 0,04 mm in allen drei Achsen

Makibox  war auf der Maker Faire in Hannover letztes Wochenende und hat diesen günstigen 3D Drucker vorgestellt.
Ein echter Preisbrecher, wenn auch die Auflösung mit 0,1mm etwas schwach ist. Aber vielleicht lässt sich da ja was tunen. Ich überlege schon, ob ich mir zum Einstieg nicht so ein Schnäppchen holen soll und meinen Traumdrucker dann ausdrucke. Der dann wieder seine Teile in besserer Qualität ausdruckt, damit ich einen besseren Traumdrucker bauen kann, der noch besser aufgelöst ausdruckt , der.....